Thailand schließt Mehrwertsteuer-Erhöhung vorerst aus – Fiskalgespräche dauern an

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NESDC-Generalsekretär Danucha Pichayanan erklärt, dass Thailand derzeit nicht bereit ist, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, und betont, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin entscheidend für die Fiskalpolitik sind.

PATTAYA, Thailand – Thailand ist derzeit nicht in der Lage, die Mehrwertsteuer (VAT) zu erhöhen, auch wenn die Maßnahme weiterhin Teil langfristiger fiskalpolitischer Überlegungen bleibt. Dies erklärte der Nationale Wirtschafts- und Sozialentwicklungsrat (NESDC).

Bei einer Pressekonferenz im Government House am Montag, dem 21. April, sagte NESDC-Generalsekretär Danucha Pichayanan, dass die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 7 auf 10 Prozent nicht zulassen. Die Maßnahme bleibe vorerst lediglich eine Option im Rahmen zukünftiger Planungen.



„Ich persönlich denke, dass es derzeit schwierig wäre, eine Mehrwertsteuererhöhung umzusetzen. Zunächst muss sich die wirtschaftliche Lage verbessern“, erklärte er.

Danucha fügte hinzu, dass das Thema zwar grundsätzlich diskutiert worden sei, jedoch noch keine Entscheidung über Zeitpunkt oder Umsetzung getroffen wurde.

Seine Aussagen erfolgten im Vorfeld eines geplanten Treffens von vier zentralen Wirtschaftsbehörden — dem Finanzministerium, der Bank of Thailand, dem Haushaltsbüro sowie dem NESDC — bei dem die Vorbereitung des Haushaltsrahmens für das Fiskaljahr 2027 im Mittelpunkt steht. Er betonte, dass die Abstimmung in diesem Jahr reibungsloser verlaufen solle, mit dem Ziel, den Haushalt rechtzeitig zum Beginn des Fiskaljahres am 1. Oktober bereitzustellen.

In Bezug auf das Management der Staatsverschuldung erklärte Danucha, dass Gespräche über eine mögliche Anhebung der Schuldenobergrenze bislang noch nicht formell einberufen wurden. Ein solcher Schritt würde eine Sitzung des zuständigen Ausschusses für fiskalische Disziplin sowie weitere Abstimmungen mit dem stellvertretenden Premierminister und Finanzminister Ekniti Nitithanprapas erfordern.

Die Regierung überprüft derzeit ihren fiskalischen Spielraum und die Ausgabenprioritäten im Rahmen der Haushaltsplanung. Gleichzeitig betonten die Behörden, dass bislang keine unmittelbaren Änderungen bei Steuern oder Schuldenlimits beschlossen wurden.