Indische Staatsbürger bei Razzia in Pattaya-Villa wegen mutmaßlichem Online-Anlagebetrug festgenommen

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Polizei durchsucht eine Luxusvilla in Pattaya und findet mehr als 20 indische Männer, die angeblich an Laptops und Mobiltelefonen für ein illegales Investment- und Aktienbetrugssystem arbeiten.

PATTAYA, Thailand – Die Polizei hat am 20. April eine Luxus-Poolvilla in Pattaya durchsucht und 20 indische Männer festgenommen, die verdächtigt werden, illegal als Online-Administratoren für ein betrügerisches Aktien- und Investmentnetzwerk gearbeitet zu haben, das Opfer in Indien ins Visier nahm.

Die Operation wurde von Napaspong Khositsuriyamanee und Prabda Suksuntree gemeinsam mit Einwanderungs- und Touristenpolizei durchgeführt, nachdem Hinweise eingegangen waren, dass mehr als 30 indische Staatsbürger in einem Haus im Gebiet Chaiyaphruek 2 in Nongprue zusammenleben sollten.



Die Beamten umstellten die zweistöckige Luxusvilla und fanden mehr als 20 indische Männer an Laptops, mit zahlreichen Mobiltelefonen vor ihnen. Laut Polizei war das Haus zu einem versteckten Büro umfunktioniert worden, mit verhängten Fenstern und Türen, um Einblicke von außen zu verhindern.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtigen online mit Personen in Indien kommunizierten und diese dazu überredeten, in Geschäftsmodelle, Goldhandel, Kryptowährungen und Aktienprogramme zu investieren. Die Gruppe arbeitete offenbar in Schichten und war in Abteilungen wie Callcenter, Marketing, Finanzen und Verwaltung organisiert.

Die Polizei beschlagnahmte 18 Laptops, 30 Mobiltelefone sowie Dokumente mit Gehaltsstrukturen innerhalb des Netzwerks. Einige Marketingmitarbeiter sollen laut Ermittlungen bis zu 100.000 Indische Rupien pro Monat verdient haben, etwa 34.000 Baht.


Alle 20 Männer wurden zur Einwanderungsbehörde in Chonburi (Jomtien) gebracht. Sie sollen eingeräumt haben, während der Songkran-Zeit nach Thailand eingereist zu sein und seit März im Land zu sein. Zudem hätten sie zugegeben, über Online-Handelsplattformen mit indischen Kunden gearbeitet zu haben und dafür Provisionen erhalten zu haben.

Zusätzlich wurden zehn weitere indische Staatsbürger, Männer und Frauen, im Gebäude angetroffen. Ihnen wird vorgeworfen, ihren Aufenthaltsort nicht bei der Einwanderungsbehörde gemeldet zu haben.


Die 20 festgenommenen Männer wurden zunächst wegen illegaler Arbeit in Thailand angeklagt. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob zusätzliche Vorwürfe wie Betrug oder illegale Finanzaktivitäten erhoben werden.

Behörden berichten, dass in Pattaya zunehmend ausländische Gruppen Luxusvillen mieten, um von dort aus Online-Betrug, Glücksspielseiten und Callcenter-Operationen gegen ausländische Opfer zu betreiben.