Cyberpolizei nimmt zwei Verdächtige wegen Einsatzes gefälschter Mobilfunkstation fest

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Die thailändische Cyberpolizei nahm in Bangkok zwei chinesische Verdächtige fest, nachdem ein Fahrzeug mit einer falschen Mobilfunkbasisstation abgefangen wurde, die zur Verbreitung betrügerischer Kurznachrichten mit schädlichen Internetverweisen eingesetzt wurde.

BANGKOK, Thailand – Die thailändische Cyberpolizei hat zwei chinesische Staatsbürger festgenommen, nachdem ein Fahrzeug mit einem Gerät zur Manipulation von Mobilfunksignalen abgefangen wurde. Das System wurde genutzt, um betrügerische Kurznachrichten in der Hauptstadt zu versenden.

Nach Angaben der Behörden wurde im Fahrzeug eine sogenannte falsche Basisstation sichergestellt. Dabei handelt es sich um ein tragbares Gerät, das einen legitimen Mobilfunkmast imitiert und es ermöglicht, Signale in der Umgebung zu stören sowie gefälschte Nachrichten mit schädlichen Internetverweisen zu verbreiten.


Polizeigeneralmajor Chatchapan Khlaikhlung, stellvertretender Leiter des Büros zur Bekämpfung von Cyberkriminalität, erklärte, dass der Fall auf gemeinsame Überwachungsmaßnahmen der Cyberpolizei und Mobilfunkanbieter zurückgeht. Bereits am 11. März hätten die Behörden ungewöhnliche Signalaktivitäten festgestellt, die auf nicht genehmigte Mobilfunkstationen in dicht besiedelten Gebieten hindeuteten.

Nach mehreren Wochen der Beobachtung konnten die Beamten ein verdächtiges Fahrzeug verfolgen, das sich durch verschiedene Stadtteile bewegte. Das Fahrzeug wurde am späten Abend des 28. April im Gebiet Dao Khanong im Bezirk Thonburi gestoppt.

Im Fahrzeug befanden sich zwei ausländische Verdächtige, Jiang, 46, und Chen, 64. Zudem wurden eine falsche Basisstation sowie zwei Mobiltelefone beschlagnahmt. Die Beschuldigten gaben an, nicht gewusst zu haben, dass der Besitz der Geräte nach thailändischem Recht illegal ist.

Die Behörden erhoben Anklage wegen unerlaubten Besitzes und Betriebs von Funkkommunikationsgeräten sowie wegen des Aufbaus einer nicht genehmigten Telekommunikationsstation.


Nach Angaben der Polizei können solche Geräte Mobilfunksignale in der Umgebung vorübergehend stören und Mobiltelefone dazu zwingen, sich mit der gefälschten Station zu verbinden. Dadurch können Täter manipulierte Kurznachrichten mit eingebetteten betrügerischen Verweisen versenden, um persönliche Daten zu erlangen oder Geldüberweisungen auszulösen.

Die Behörden warnten, dass diese Technologie zunehmend kompakter wird und international von Betrugsnetzwerken eingesetzt wird, was eine wachsende Bedrohung für die Cybersicherheit darstellt.

Die Verdächtigen wurden in Gewahrsam genommen und den zuständigen Ermittlungsbehörden übergeben. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Beteiligten dauern