166 Flüge gestrichen – Konflikt im Nahen Osten erschüttert Thailands Tourismussektor

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Natthriya Thaweevong berichtet über zahlreiche Flugstreichungen mit Auswirkungen auf Phuket, Krabi und Chiang Mai, während ATTA-Generalsekretär Adith Chairattananon rasches Handeln der Regierung fordert, um Thailands Tourismusindustrie vor längeren Störungen zu schützen.

PATTAYA, Thailand – Die zunehmende Eskalation des Konflikts im Nahen Osten hat innerhalb von vier Tagen zur Streichung von insgesamt 166 Flügen von und nach Thailand geführt. Vertreter der Tourismusbranche fordern nun ein rasches Eingreifen der Regierung, um die Auswirkungen auf die wichtige Tourismusindustrie zu begrenzen.

Natthriya Thaweevong, Staatssekretärin im Ministerium für Tourismus und Sport, erklärte, dass zwischen dem 28. Februar und dem 3. März insgesamt 105 Abflüge und 61 ankommende Flüge gestrichen wurden. Betroffen sind vor allem internationale Drehkreuze wie Phuket, Krabi und Chiang Mai. Derzeit seien jedoch keine Passagiere an Flughäfen gestrandet. Um Reisenden zu helfen, die aufgrund der Störungen länger im Land bleiben müssen, hat die Regierung zudem angekündigt, Visa-Überziehungsgebühren zu erlassen.



Adith Chairattananon, Generalsekretär der Association of Thai Travel Agents (ATTA), forderte die Regierung auf, eine dauerhafte gemeinsame Arbeitsgruppe aus öffentlichem und privatem Sektor einzurichten, um die Krise koordiniert zu bewältigen.

Die Tourismusbranche ruft außerdem zu sofortigen Gesprächen der Regierung mit Fluggesellschaften auf, um alternative Flugrouten zu sichern, die Konfliktzonen umgehen und damit weiterhin sichere Reiseverbindungen ermöglichen. Parallel dazu drängen Branchenvertreter auf finanzielle Schutzmaßnahmen, damit Hotels und Fluglinien keine Anzahlungen einbehalten, wenn Reisen aufgrund der Situation verschoben werden müssen.


Darüber hinaus schlagen sie einen kurzfristigen Notfallplan für die kommenden sieben bis zwanzig Tage vor. Dieser soll gestrandeten Touristen helfen und gleichzeitig dafür sorgen, dass weiterhin wohlhabende internationale Reisende nach Thailand kommen – ein wichtiger Faktor für die Stabilität der Tourismuseinnahmen.

Branchenführer warnen, dass eine länger anhaltende Instabilität die für dieses Jahr prognostizierten Tourismuseinnahmen erheblich gefährden könnte, falls nicht umgehend strategische Umleitungen von Flugrouten und unterstützende Maßnahmen umgesetzt werden. (TNA)