Unfall eines Touristen entfacht Debatte über Baht-Busse und unsichere Gehwege in Pattaya

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Besucher bewegen sich vorsichtig über einen beschädigten Gehweg in Pattaya – viele Anwohner fordern bessere Infrastruktur, um das Gehen in der Stadt sicherer zu machen. (Foto: Jetsada Homklin)

PATTAYA, Thailand – Nach dem Sturz eines deutschen Touristen aus einem Baht-Bus (Songthaew) auf der Beach Road ist in Pattaya eine breite Diskussion über Verkehrssicherheit und den Zustand der Gehwege entbrannt. In sozialen Medien äußerten zahlreiche Nutzer ihre Bedenken zu Transportgewohnheiten und mangelhafter Infrastruktur.

Einige Kommentatoren wiesen darauf hin, dass das Mitfahren auf der hinteren Trittfläche der Baht-Busse eigentlich mit Bußgeldern geahndet werden kann, die Vorschriften jedoch oft uneinheitlich durchgesetzt werden. Andere appellierten an den gesunden Menschenverstand und rieten insbesondere älteren, alkoholisierten oder unsicheren Fahrgästen davon ab, auf dem Hecktritt zu stehen.

Darüber hinaus forderten manche Stimmen langfristige Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr. Sie schlugen vor, die traditionellen Songthaews schrittweise durch moderne, geschlossene Elektrobusse zu ersetzen, um die Sicherheit zu erhöhen.

Gleichzeitig lenkten viele Anwohner die Aufmerksamkeit auf ein weiteres Problem: Auch das Zufußgehen in Pattaya sei mit Risiken verbunden. Unebene Bürgersteige, beschädigte Gehwege und hohe Bordsteine erschwerten sicheres Gehen und könnten Besucher dazu verleiten, für kurze Strecken auf Baht-Busse auszuweichen.


Mit Blick auf das bevorstehende Songkran-Fest äußerten einige zudem Sorgen, dass dichter Verkehr, Menschenmengen und Alkoholkonsum das Unfallrisiko zusätzlich erhöhen könnten.

Trotz der Kritik betonten andere, dass Baht-Busse weiterhin ein charakteristisches und günstiges Verkehrsmittel in Pattaya bleiben. Einigkeit bestand jedoch darin, dass mehr Sicherheitsbewusstsein, klarere Regeln und bessere Gehwege dazu beitragen könnten, die Fortbewegung in der Stadt für alle sicherer zu machen.