Tollwut-Warnung in Pattaya: Touristen sollen streunende Hunde und Katzen meiden

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Freundlich wirkende Straßenhunde ruhen in einem Wohngebiet von Pattaya, während Gesundheitsbehörden daran erinnern, dass streunende Tiere auch ohne sichtbare Symptome Tollwut übertragen können.

PATTAYA, Thailand – Touristen in Pattaya werden dringend aufgefordert, wachsam zu bleiben und den Kontakt mit streunenden Hunden und Katzen zu vermeiden. Hintergrund ist eine erneute Regierungswarnung vor Tollwut – einer Krankheit, die nach Ausbruch der Symptome ausnahmslos tödlich verläuft.

Die Warnung erfolgt, nachdem das Büro des Premierministers bestätigt hat, dass in mehreren Regionen des Landes weiterhin Tollwutfälle festgestellt werden. Die stellvertretende Regierungssprecherin Airin Phanrit erklärte, die Lage bleibe insbesondere in den östlichen, nordöstlichen und südlichen Provinzen besorgniserregend. Nach Angaben der thailändischen Seuchenkontrollbehörde wurde zwischen dem 1. Januar und dem 20. Februar 2026 in der Provinz Rayong ein menschlicher Todesfall im Zusammenhang mit Tollwut registriert. Landesweit bestätigten Labortests Tollwut bei 50 Tieren, überwiegend bei Hunden.



Obwohl in Pattaya kein menschlicher Todesfall gemeldet wurde, warnen Behörden, dass die große Population streunender Tiere rund um Strände, Tempel, Märkte und Ausgehviertel ein reales Risiko für Besucher darstellt, die mit lokalen Gesundheitsgefahren möglicherweise nicht vertraut sind. Touristen wird dringend geraten, streunende Tiere nicht zu streicheln, zu füttern oder sich ihnen zu nähern – selbst wenn sie ruhig oder freundlich wirken. Infizierte Tiere können plötzlich aggressiv werden, ungewöhnliche Müdigkeit zeigen, stark speicheln oder Schwierigkeiten beim Laufen haben.

Die Behörden warnen zudem davor, Tiere zu schlachten oder zu verzehren, die aus unbekannten Gründen verendet sind, einschließlich Rinder und Büffel. Tollwut kann auf Menschen übertragen werden, und nach Beginn der Symptome gibt es keine Heilung.


Gesundheitsbeamte betonen, dass Personen, die von einem Hund oder einer Katze gebissen oder gekratzt werden, die Wunde sofort mindestens 15 Minuten lang gründlich mit Seife und fließendem Wasser reinigen, desinfizieren und unverzüglich medizinische Hilfe zur Tollwutimpfung aufsuchen sollten. Vom Abwarten und Beobachten des Tieres wird ausdrücklich abgeraten.

Touristen werden außerdem erinnert, das landesweit empfohlene „5-Nicht-Prinzip“ zur Verringerung des Risikos von Hundebissen zu befolgen. Dazu gehört, Tiere nicht zu reizen, nicht auf sie zu treten, nicht in Hundekämpfe einzugreifen, Tiere beim Fressen nicht zu stören und sich streunenden Tieren nicht zu nähern.


Tierhalter – einschließlich Langzeitbesucher – werden aufgefordert, sicherzustellen, dass Hunde und Katzen jährlich gegen Tollwut geimpft werden. Verdachtsfälle können den örtlichen Viehzuchtämtern oder dem Department of Livestock Development gemeldet werden. Weitere Informationen oder dringende Beratung sind rund um die Uhr über die Hotline des Department of Disease Control (1422) sowie die Hotline des Department of Livestock Development (06-3225-6888) erhältlich.