
PATTAYA, Thailand — Das thailändische Central Investigation Bureau (CIB) hat einen russischen Staatsbürger und eine thailändische Komplizin im Zusammenhang mit einem Online-Betrugsring festgenommen, der mutmaßlich Millionenbeträge über Bankkonten und Geldautomaten in Pattaya geschleust hat.
Die Festnahmen erfolgten am 23. Februar nach Ermittlungen zu einem Online-Betrugsfall, der über Thailands nationales Cybercrime-Beschwerdesystem gemeldet worden war. Laut Polizei gehörten die Verdächtigen zu einem Netzwerk, das in Computerbetrug, Täuschung der Öffentlichkeit und die Nutzung sogenannter „Mule Accounts“ zur Verschiebung illegaler Gelder verwickelt gewesen sein soll.
Ein 35-jähriger Russe wurde in einer Eigentumswohnung in Soi Wat Boon Kanjanaram, Nongprue im Bezirk Banglamung festgenommen. Eine 20-jährige Thailänderin wurde in einem Massagesalon in Na Jomtien im Bezirk Sattahip aufgegriffen. Gegen beide lagen Haftbefehle des Provinzgerichts Chonburi vor.
Bei der Durchsuchung stellten die Beamten neun ATM-Karten, drei Mobiltelefone sowie einen Laptop sicher. Ermittler gehen davon aus, dass diese Geräte zur Durchführung des Betrugs und für Bargeldabhebungen an verschiedenen Orten in der Stadt verwendet wurden.
Nach Angaben der Polizei bestritten die Verdächtigen bei der ersten Befragung alle Vorwürfe. Beide wurden zur weiteren rechtlichen Bearbeitung an die Ermittler der Polizeistation Nong Kham überstellt.
Die Behörden erneuerten zudem ihre Warnung an die Öffentlichkeit. Bürger sollten kein Geld an unbekannte Personen überweisen, keine Abhebungen im Auftrag Dritter vornehmen und keine persönlichen Daten an unbekannte Anrufer weitergeben. Verdächtige Kontakte sollten sofort beendet werden.









