Thailands Gesundheitsbehörden warnen vor steigenden Melioidose-Fällen und rufen Risikogruppen zu Vorsicht auf

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Lalida Persvivatana berichtete über 732 Melioidose-Fälle und 23 Todesfälle seit Anfang Januar und rief Landwirte sowie andere Risikogruppen dazu auf, den Kontakt mit kontaminiertem Boden und Wasser zu vermeiden und bei Symptomen frühzeitig ärztliche Hilfe zu suchen.

BANGKOK, Thailand – Die thailändische Regierung ruft zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber Melioidosis auf, nachdem landesweit ein Anstieg der gemeldeten Fälle verzeichnet wurde. Gesundheitsbehörden beobachten die Situation aufmerksam.

Die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Persvivatana erklärte, dass von Anfang Januar bis Mitte April insgesamt 732 Fälle und 23 Todesfälle registriert wurden. In Gesundheitsregion 7, zu der auch die Provinz Khon Kaen Province gehört, wurden 68 Fälle und zwei Todesfälle gemeldet. Die meisten Infektionen betreffen Menschen ab 50 Jahren.



Melioidose wird durch Bakterien verursacht, die im Boden und im Wasser vorkommen. Die Erreger können über offene Wunden, durch Einatmen oder durch den Konsum von kontaminiertem Wasser in den Körper gelangen. Die Symptome reichen von Fieber und Atembeschwerden bis hin zu infizierten Wunden und Abszessen; in schweren Fällen kann es zu Blutvergiftungen kommen.


Die Behörden raten insbesondere Risikogruppen – darunter Landwirte, Beschäftigte in der Landwirtschaft sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen – den direkten Kontakt mit Erde und Wasser zu vermeiden oder bei unvermeidbarem Kontakt Schutzkleidung zu tragen. Personen mit anhaltendem Fieber, Atemwegssymptomen oder Anzeichen einer Infektion sollten umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, da eine frühzeitige Behandlung das Risiko schwerer Komplikationen deutlich verringern kann. (NNT)