Zwei Verdächtige nach Aussagen minderjähriger Mädchen wegen mutmaßlichen Menschenhandels festgenommen

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Ermittler der Anti-Menschenhandels-Einheit durchsuchten einen Karaoke-Betrieb in Sattahip im Rahmen von Untersuchungen zu mutmaßlichem Menschenhandel mit minderjährigen Mädchen.

PATTAYA, Thailand – Ermittler der thailändischen Anti-Menschenhandels-Einheit haben zwei Verdächtige festgenommen, nachdem eine Razzia in einem Karaoke-Betrieb im Bezirk Sattahip in der Provinz Chonburi Hinweise auf einen mutmaßlichen Menschenhandelsfall mit minderjährigen Mädchen ergeben hatte. Der Einsatz fand am 2. Juni statt.

Die Operation wurde auf Anordnung von Generalmajor Witthaya Sriprasertphap durchgeführt. Beamte der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels vollstreckten Haftbefehle des Strafgerichts gegen eine 43-jährige Frau und einen 37-jährigen Mann. Beide werden beschuldigt, sich zur Begehung von Straftaten im Zusammenhang mit Menschenhandel zusammengeschlossen zu haben.



Die Ermittlungen begannen, nachdem Beamte gemeinsam mit der International Protection Alliance (IPA) und der Our Rescue Thailand Foundation zwei jugendliche Mädchen in Sicherheit gebracht und in Schutz- sowie Rehabilitationsprogramme aufgenommen hatten.

Nach Angaben der Ermittler erklärten die Mädchen, dass sie Mitte 2024 im Alter von 15 Jahren nach Pattaya gereist seien. Dort seien sie später dazu überredet worden, in einem Karaoke-Betrieb in Sattahip zu arbeiten. Die Polizei wirft dem männlichen Verdächtigen vor, die Jugendlichen zu dem Betrieb gebracht zu haben. Kurz nach ihrer Ankunft hätten sie ihre Arbeit aufnehmen müssen.

Nach Angaben der Behörden wurde das Geschäft offiziell als Karaoke-Bar betrieben. Ermittler vermuten jedoch, dass dort zusätzlich Dienstleistungen für Kunden vermittelt wurden. Kunden hätten ihre Zahlungen direkt an den Betrieb geleistet, während ein Teil der Einnahmen anschließend an die Beschäftigten weitergegeben worden sei.

Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass die beiden Verdächtigen weiterhin zusammenarbeiteten, obwohl sie nicht mehr verheiratet seien. Darüber hinaus sollen beide bereits in der Vergangenheit mit Menschenhandelsdelikten in Verbindung gebracht worden sein.

Während der Durchsuchung trafen die Beamten mehr als 20 Beschäftigte in dem Lokal an. Nach Angaben der Polizei waren alle zum Zeitpunkt der Razzia anwesenden Mitarbeiter volljährig.

Die weibliche Verdächtige habe die Vorwürfe während der Befragung eingeräumt. Der männliche Verdächtige wies die Anschuldigungen teilweise zurück und erklärte, seine Aufgabe habe sich auf die Anwerbung von Arbeitskräften sowie deren Transport beschränkt.



Beide Verdächtigen wurden den Ermittlungsbeamten für weitere rechtliche Schritte übergeben. Die Behörden betonten, der Fall unterstreiche die Bedeutung einer konsequenten Überwachung von Einrichtungen, die zur Ausbeutung schutzbedürftiger Personen genutzt werden könnten. Gleichzeitig bekräftigten sie ihr Engagement im Kampf gegen Menschenhandel und beim Schutz von Kindern vor Ausbeutung.

Zwei Verdächtige wurden wegen mutmaßlicher Menschenhandelsdelikte festgenommen. Die Ermittlungen wurden durch Aussagen zweier jugendlicher Opfer ausgelöst, die inzwischen unter Polizeischutz stehen.