Pattayas Hochwasserschutz kommt voran: Jahrzehntealtes Problem wird zur konkreten Umsetzung

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Eine seit Jahrzehnten gestellte Frage in Pattaya: Warum kommt es in einer Küstenstadt immer wieder zu Überschwemmungen – und wann wird es eine dauerhafte Lösung geben?

PATTAYA, Thailand – Warum kämpft eine Küstenstadt wie Pattaya weiterhin mit Überschwemmungen – und warum hat die Lösung so lange gedauert? Diese Frage stellen sich Anwohner seit Jahrzehnten.

Heute hat sich diese Frage zu einer groß angelegten nationalen Infrastrukturmaßnahme entwickelt. Der Hochwasserschutzplan der Stadt ist inzwischen zu einem umfassenden Entwässerungsprojekt gereift, das darauf abzielt, die langjährigen Überschwemmungsprobleme in städtischen und angrenzenden Gebieten nachhaltig zu reduzieren.



Die Initiative wurde erstmals am 6. Februar 2018 vom Kabinett genehmigt. Dabei wurde das Innenministerium gemeinsam mit weiteren Behörden beauftragt, die Probleme rund um Hochwasser, Entwässerung und Abwassersysteme in Pattaya und den umliegenden Regionen anzugehen. Das Department of Public Works and Town & Country Planning erhielt den Auftrag, einen Masterplan für eine Gesamtfläche von 226,47 Quadratkilometern zu erstellen.

Der Plan unterteilt die Region in drei zentrale Entwässerungsgebiete: die urbane Kernzone von Pattaya, das Naklua-Teilbecken mit mittel dicht besiedelten und suburbanen Gemeinden sowie das Huai-Yai-Becken, das wachsende Wohn- und Vorstadtgebiete umfasst.


Das Gesamtprojekt hat ein geschätztes Budget von 26 Milliarden Baht und soll mehr als 144.000 Haushalte entlasten. Es ist in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen gegliedert, wobei die Stadt Pattaya als Hauptumsetzer in enger Zusammenarbeit mit nationalen Behörden fungiert.

Ein weiterer Fortschritt wurde 2021 erzielt, als ein Unterausschuss die erste Phase des Entwässerungsplans als dringendes Infrastrukturprojekt genehmigte. Seitdem fanden mehrere Abstimmungsrunden zwischen der Stadt Pattaya, dem Office of National Water Resources, dem Budgetbüro und dem Department of Public Works statt.

Das ursprüngliche Budget für die erste Phase in Höhe von 5,3 Milliarden Baht wurde inzwischen auf 2,75 Milliarden Baht angepasst. Die Stadt Pattaya ist verpflichtet, zehn Prozent der Kosten zu tragen. Die Umsetzung ist im Rahmen eines Vierjahreshaushalts von 2027 bis 2030 geplant.



Aufgrund des Investitionsvolumens von über einer Milliarde Baht ist vor der vollständigen Umsetzung eine erneute Genehmigung durch das Kabinett erforderlich. Dies führte zu einem hochrangigen Treffen am 24. April 2026 im Government House, bei dem Stadtvertreter dem Premierminister aktuelle Projektinformationen vorlegten.

Behörden sehen in dem Projekt einen entscheidenden Schritt hin zu einer langfristigen und nachhaltigen Lösung der Überschwemmungsprobleme in Pattaya – und damit die Umwandlung einer jahrzehntelangen öffentlichen Sorge in konkrete nationale Maßnahmen.