Pattaya-Bar-Girls sind nicht deine Freundin – erfahrene Besucher warnen Neulinge

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Eine belebte Soi 6 in Pattaya, wo Besucher und Barpersonal im nächtlichen Trubel aufeinandertreffen – eine Erinnerung daran, dass Lady Drinks eine geschäftliche Transaktion sind und keine Beziehung, und dass klare Erwartungen ebenso wichtig sind wie das eigene Budget. (Foto: Jetsada Homklin)

PATTAYA, Thailand – Für viele Erstbesucher kann das Nachtleben in Pattaya verwirrend, intensiv und teuer wirken – besonders in Gegenden wie der Soi 6 und in Bars mit sogenannten „Lady Drinks“. Aktuelle Leserkommentare zeigen ein immer wiederkehrendes Missverständnis: Der Kauf eines Getränks bedeutet weder Zuneigung noch Exklusivität oder emotionale Bindung.

Erfahrene Pattaya-Besucher betonen, dass es dabei weniger um Ausbeutung als um falsche Erwartungen geht. Lady Drinks sind Teil des Geschäftsmodells, und das Anbieten dieser Getränke gehört für viele Barangestellte schlicht zu ihrem Job. Ein Drink ist kein Versprechen, kein Date und keine Beziehung – sondern eine einfache geschäftliche Transaktion innerhalb eines kommerziellen Umfelds.



Mehrere Leser raten Neulingen, ihre Ausgaben und vor allem ihre Emotionen selbst zu kontrollieren. „Nicht deine Freundin – nur deine Runde“, heißt es in einem Kommentar unverblümt. Andere empfehlen, Bars mit starkem Verkaufsdruck ganz zu meiden, es bei einem Getränk zu belassen oder stattdessen Kontaktdaten auszutauschen und sich später an einem neutralen Ort zu treffen, etwa in einem Café, am Strand oder bei einem Tagesausflug nach Koh Larn. Diese Alternativen böten, so die Leser, ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis, authentischere Gespräche und deutlich weniger finanzielle Reue.

Zugleich wird eindringlich davor gewarnt, Freundlichkeit mit Intimität zu verwechseln. Bars seien darauf ausgelegt, Aufmerksamkeit und ein Gefühl von Dringlichkeit zu erzeugen. Ohne klare Grenzen berichten manche Besucher davon, schnell überfordert zu sein, übermäßig viel Geld auszugeben und am Ende frustriert zu gehen. „Wenn du nicht selbst die Kontrolle übernimmst, gehst du am Ende ohne Geld raus – im wahrsten Sinne des Wortes“, fasste es ein Leser zusammen.


Stammgäste unterstreichen, dass es völlig legitim ist, keine Lady Drinks zu kaufen, und dass es die klügste Entscheidung sein kann, eine unfreundliche oder aggressive Umgebung einfach zu verlassen. „Kauf dir dein eigenes Getränk“, lautet ein Kommentar. „Wenn das Personal ohne Druck nicht freundlich ist, geh – kein Trinkgeld, kein Wiederkommen.“

Andere Leser beschreiben die Realität ohne moralische Wertung: Wer sich entscheidet, Drinks zu spendieren, sollte genau wissen, wofür er bezahlt. „Man kauft niemandem ein Getränk, ohne die Spielregeln zu kennen“, schrieb ein Leser. „Manche lernen das auf die harte Tour.“

Die Botschaft der Leser ist am Ende eindeutig: Das Nachtleben in Pattaya ist keine Romanze, sondern ein Geschäft. Wer diesen Unterschied versteht, kann Geld, Enttäuschung und unnötigen Frust vermeiden – und findet eher zu angenehmeren, respektvolleren und authentischeren Erlebnissen an anderen Orten der Stadt.