Nahost-Konflikt bringt Flugverkehr durcheinander – Pattaya wird unerwarteter Zwischenstopp für Reisende

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Ausländische Familien genießen einen entspannten Nachmittag am Jomtien Beach in Pattaya. Einige internationale Reisende, deren Flüge aufgrund der aktuellen Lage im Nahen Osten gestört wurden, nutzen die Gelegenheit für einen zusätzlichen Aufenthalt am Meer, während sie auf neue Reiseverbindungen warten. (Foto: Jetsada Homklin)

PATTAYA, Thailand – Die zunehmenden Spannungen zwischen Israel und Iran haben den internationalen Flugverkehr nach Thailand spürbar beeinträchtigt. Luftfahrtbehörden bestätigten, dass zwischen dem 28. Februar und dem 4. März insgesamt 328 Flüge betroffen waren, nachdem mehrere Länder im Nahen Osten ihren Luftraum teilweise geschlossen hatten.

Nach Angaben der Airports of Thailand Public Company Limited (AOT) wurden in diesem Zeitraum 327 Flüge gestrichen und ein Flug verspätet abgefertigt. Insgesamt waren 49.688 Passagiere von den Störungen betroffen.

Die meisten Ausfälle gab es am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok. Dort waren 210 Flüge betroffen, darunter 101 Ankünfte und 109 Abflüge, wodurch 33.029 Reisende beeinträchtigt wurden.


Auch andere Flughäfen meldeten Einschränkungen im Flugbetrieb:

  • Don Mueang International Airport – 2 Flüge betroffen, 258 Passagiere
  • Phuket International Airport – 112 Flüge betroffen, 16.062 Passagiere
  • Chiang Mai International Airport – 4 Flüge betroffen, 312 Passagiere

Insgesamt elf Fluggesellschaften, die Verbindungen zwischen Thailand und dem Nahen Osten betreiben oder den dortigen Luftraum nutzen, meldeten Störungen. Dazu zählen unter anderem EL Al Israel Airlines, Emirates, Qatar Airways, Etihad Airways, Air Arabia, Gulf Air, Kuwait Airways, Arkia Israel Airlines, World2Fly, Thai AirAsia X sowie der private Betreiber UNICAir.

Ursache der Störungen sind sogenannte NOTAM-Meldungen über Luftraumsperrungen in mehreren Ländern des Nahen Ostens. Zahlreiche Airlines mussten deshalb Flugrouten ändern oder Verbindungen aus Sicherheitsgründen vollständig streichen.



Trotz der Situation betonte AOT, dass alle sechs von der Behörde verwalteten Flughäfen weiterhin regulär in Betrieb sind. Dazu gehören der Flughafen Suvarnabhumi, Don Mueang, Chiang Mai International Airport, Mae Fah Luang Chiang Rai International Airport, Phuket International Airport sowie Hat Yai International Airport.

Die Flughafenbehörden erklärten, dass Parkpositionen für Flugzeuge, Check-in-Systeme und zentrale Betriebsabläufe nicht beeinträchtigt seien, sodass weiterhin operierende Fluggesellschaften ihre Flüge planmäßig durchführen können.

Um gestrandeten Passagieren zu helfen, hat AOT mehrere Unterstützungsmaßnahmen eingerichtet. Dazu gehören der Einsatz von sogenannten Airport Ambassadors und Informationspersonal, eine enge Zusammenarbeit mit der thailändischen Einwanderungsbehörde zur schnelleren Abfertigung, sowie zusätzliche Sitzbereiche, Trinkwasserstationen und temporäre Wartezonen in den Terminals. Bei Bedarf werden zusätzliche Check-in-Schalter geöffnet, während der Flugbetrieb rund um die Uhr überwacht wird. Auch die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen wurden verstärkt.


Am Flughafen Suvarnabhumi wurde zudem ein Operations Command Center aktiviert, um Passagierbetreuung und operative Abläufe zentral zu koordinieren.

Die Auswirkungen der Flugstörungen reichen inzwischen über die Flughäfen hinaus. Viele internationale Reisende, deren Flüge verschoben wurden, weichen vorübergehend auf nahegelegene Urlaubsorte aus – darunter auch Pattaya.

Hotels, Restaurants und Reiseveranstalter in der Küstenstadt berichten von einer steigenden Zahl kurzfristiger Aufenthalte, da Passagiere die Wartezeit auf neue Flugverbindungen nutzen, um einige Tage am Meer zu verbringen.

Gleichzeitig berichten viele Besucher von der Hilfsbereitschaft der thailändischen Bevölkerung. Einheimische und Mitarbeiter im Tourismussektor hätten gestrandeten Reisenden mit Wegbeschreibungen, Unterkunftsempfehlungen und kleinen Gesten der Gastfreundschaft geholfen.

Tourismusvertreter betonen, dass Pattaya aufgrund seiner Nähe zu Bangkok sowie der großen Auswahl an Hotels, Stränden und Freizeitmöglichkeiten ein praktisches Ausweichziel für Reisende ist, die von plötzlichen Flugausfällen betroffen sind.