Thailand Polizei warnt vor „Trash Content“ – rechtliche Schritte gegen schädliche Online-Pranks

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Die thailändische Polizei warnt Content-Ersteller vor prankbasiertem „Trash Content“ und betont, dass schädliche oder irreführende Online-Videos zu Geldstrafen oder strafrechtlicher Verfolgung führen können. Gleichzeitig wird die Öffentlichkeit aufgefordert, solche Inhalte nicht zu verbreiten oder zu unterstützen.

PATTAYA, Thailand – Die Königlich Thailändische Polizei hat Content-Ersteller, Influencer und die Öffentlichkeit eindringlich davor gewarnt, sogenannte „Trash Content“-Videos zu produzieren oder zu verbreiten. Dabei handelt es sich um Pranks oder Verhaltensweisen, die andere belästigen, schädigen oder die öffentliche Ordnung stören. Solche Handlungen könnten strafrechtlich verfolgt werden.

Der stellvertretende Polizeisprecher, Generalmajor Sirivat Deepor, erklärte am 27. April, dass die Behörden Online-Inhalte verstärkt überwachen. Anlass ist ein viraler Fall, bei dem ein Influencer angeblich während des Songkran-Festes eine als Fugenpulver bezeichnete Substanz mit Wasser vermischt und auf Menschen aufgetragen haben soll. Sollte sich dies bestätigen, könne dies sowohl die körperliche Sicherheit als auch die öffentliche Ordnung gefährden.


Die Polizei betonte, dass insbesondere Prank-Videos, die andere in der Öffentlichkeit belästigen oder bloßstellen, zu vermeiden seien. Solche Handlungen könnten unter Paragraf 397 des thailändischen Strafgesetzbuches fallen, der Ordnungswidrigkeiten im öffentlichen Raum regelt und Geldstrafen vorsieht. Werden dabei schädliche Stoffe eingesetzt, drohen zusätzlich Anklagen wegen Körperverletzung nach Paragraf 295, mit Strafen von bis zu zwei Jahren Haft, Geldstrafe oder beidem.

Zudem warnten die Behörden vor der Verbreitung falscher oder irreführender Inhalte, die allein auf Aufmerksamkeit abzielen. Das Verbreiten von Fake-Informationen, die Panik in der Öffentlichkeit auslösen könnten, kann gegen das Computerkriminalitätsgesetz verstoßen und mit bis zu fünf Jahren Haft oder Geldstrafen von bis zu 100.000 Baht geahndet werden.

Der Sprecher rief die Öffentlichkeit dazu auf, Inhalte solcher Art weder zu teilen noch zu unterstützen, da dies Nachahmung und Wiederholung solcher Vergehen indirekt fördere.


Nach Angaben der Polizei wurden bei der Überprüfung durch die Polizeistation Phra Pradaeng in der Provinz Samut Prakan bislang keine Anzeigen wegen Verletzungen oder Schäden im Zusammenhang mit dem Vorfall erstattet. Betroffene Personen werden jedoch ermutigt, rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Polizei erinnerte außerdem daran, dass verdächtige Vorfälle oder schädliche Online-Inhalte rund um die Uhr über die Notrufnummer 191 oder die nationale Polizeihotline 1599 gemeldet werden können.