Koh Larn startet Massenkastration von 400 Straßenhunden – Sorge vor Überpopulation wächst

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Koh Larn startet eine zehntägige Kampagne zur Behandlung von 400 Straßenhunden, während Behörden und Tierschutzorganisationen gemeinsam an mehr Sicherheit für Bewohner und Touristen arbeiten.

PATTAYA, Thailand – Die Behörden in Pattaya haben ihre Maßnahmen zur Kontrolle der streunenden Hunde auf der Insel Koh Larn deutlich ausgeweitet. Eine groß angelegte Kastrations- und Impfkampagne soll sowohl die öffentliche Sicherheit als auch das Tierwohl verbessern.

Vizebürgermeister Manot Nongyai sowie städtische Vertreter besuchten den Tempel Wat Mai Samran, um den Fortschritt der Aktion zu überwachen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Soi Dog Foundation sowie lokalen Akteuren durchgeführt.


Die zehn Tage dauernde Kampagne läuft vom 27. April bis zum 8. Mai und hat das Ziel, mindestens 400 Hunde zu sterilisieren und zu impfen. Täglich sollen rund 40 Tiere behandelt werden. Neben der Kastration erhalten die Tiere Impfungen gegen sechs Krankheiten, Parasitenbehandlungen sowie eine Kennzeichnung, um doppelte Erfassungen zu vermeiden.

Die Behörden setzen dabei auf das „Fangen, Kastrieren und Zurückbringen“-Prinzip. Die Tiere sollen in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren, während sich die Population langfristig durch die Unterbrechung der Fortpflanzung reduziert. Ziel ist eine nachhaltige, humane Kontrolle des Bestands.

Auf Koh Larn arbeiten Tierärzte unter schwierigen Inselbedingungen daran, Hunde einzeln zu erfassen und zu behandeln, wobei mobile Teams gezielt in abgelegene Gebiete ausrücken, um auch versteckte Tiere in die Kampagne einzubeziehen.

Auf Koh Larn leben zahlreiche streunende Hunde, die in Wohngebieten, an Stränden, touristischen Orten und in Hügellandschaften verteilt sind. Immer wieder gibt es Berichte über Sicherheitsbedenken, etwa wenn Tiere in den Verkehr laufen oder Besucher verunsichern.

Die Umsetzung ist logistisch anspruchsvoll, da Teile der Insel schwer zugänglich sind. Die Behörden sind daher auf die Unterstützung von Anwohnern und Geschäftsleuten angewiesen, um Hunde zu lokalisieren und sicher zu erfassen – insbesondere jüngere Tiere, die bei früheren Einsätzen möglicherweise übersehen wurden.


Tourismusbetriebe begrüßen die Initiative und betonen, dass unkontrollierte Tierpopulationen das Image der Insel sowie das Vertrauen der Besucher beeinträchtigen können. Das Programm gilt als Schritt hin zu einem sichereren und ausgewogeneren Umfeld für Mensch und Tier.

Die Stadt ruft die Bevölkerung dazu auf, unsterilisierte Hunde zu melden und aktiv mitzuwirken. Nachhaltiger Erfolg sei nur durch gemeinschaftliches Engagement möglich.