Koh Larn führt neues Konzept für Straßenhunde ein und wandelt sich von chaotischer Fütterung zu kontrollierter Betreuung

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Koh Larn führt ausgewiesene Fütterungsstellen ein, Teil eines „Gemeinschaftshunde“-Konzepts zur Verbesserung des Tierwohls und zur langfristigen Reduzierung streunender Hunde.

PATTAYA, Thailand – Die Stadtverwaltung von Pattaya hat auf der Insel Koh Larn eine neue Initiative gestartet, um das langjährige Problem streunender Hunde besser zu steuern und gleichzeitig Hygiene sowie Tierschutz in Einklang zu bringen.

Vizebürgermeister Manot Nongyai und weitere hochrangige Beamte besuchten den Bereich am Ta Rai Pier, um den Start des Projekts zu begleiten. Ziel ist es, die Lebensbedingungen sogenannter „Gemeinschaftshunde“ systematisch zu verbessern.


Kern des Programms ist die Einrichtung von zehn festgelegten Fütterungszonen entlang der vier Hauptstraßen der Insel. Damit sollen Einwohner und Besucher Hunde weiterhin füttern können, jedoch in kontrollierter und hygienischer Umgebung. Der erste Pilotstandort wurde bereits nahe dem Ta Rai Pier eingerichtet.

Die Maßnahme folgt auf Kastrationsprogramme, die in Zusammenarbeit mit der Soi Dog Foundation durchgeführt wurden. Zwar sei das Füttern streunender Hunde oft von Mitgefühl geprägt, so die Behörden, es habe jedoch auch zu Problemen wie Essensresten auf Straßen und möglichen Gesundheitsrisiken geführt.

Koh Larn plant den Ausbau auf rund 50 Fütterungsstationen und ruft die Bevölkerung zur Zusammenarbeit auf, um Sauberkeit und langfristigen Projekterfolg sicherzustellen.

Jede Fütterungsstelle wird mit geeigneten Futter- und Wasserspendern ausgestattet. Freiwillige aus dem Tierschutzbereich sollen für Sauberkeit sorgen, während städtische Mitarbeiter des Büros Pattaya-Koh Larn die Standorte mindestens zweimal pro Woche kontrollieren.

Das Konzept basiert auf dem Ansatz der „Gemeinschaftshunde“, bei dem streunende Tiere nicht mehr als unkontrolliertes Problem, sondern als gemeinschaftlich betreute Tiere betrachtet werden. In Kombination mit Kastrationsprogrammen erwartet die Stadt einen schrittweisen Rückgang der Population innerhalb der nächsten sieben bis acht Jahre.


Langfristig plant die Stadt die Einrichtung von rund 50 Fütterungsstationen auf der gesamten Insel, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Die Behörden rufen zudem die Öffentlichkeit zur Mithilfe auf und betonen, dass der Erfolg des Projekts von gemeinsamer Verantwortung abhängt.

Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass der neue Ansatz nicht nur das Tierwohl verbessert, sondern auch das Image der Insel als sauberes und touristisch attraktives Ziel stärkt.