Thailand Ärzterat stellt klar – Wassertrinken vor Bluttests erlaubt

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Der Medizinisch-Technologische Rat Thailands bestätigt, dass das Trinken von klarem Wasser die Ergebnisse von Blutuntersuchungen nicht beeinflusst und nicht eingeschränkt werden sollte.

PATTAYA, Thailand – Der Medizinisch-Technologische Rat Thailands hat bestätigt, dass Patienten vor einer Blutuntersuchung weiterhin normales, klares Wasser trinken dürfen. Dies habe keinen Einfluss auf die Laborergebnisse und sollte daher nicht eingeschränkt werden.

Die Klarstellung folgt auf anhaltende Verwirrung in der Öffentlichkeit darüber, ob Patienten vor Bluttests sowohl auf Nahrung als auch auf Flüssigkeit verzichten müssen. Während Nüchternheitsregeln seit Langem üblich sind, führten unterschiedliche Anweisungen zwischen Krankenhäusern zu widersprüchlichen Empfehlungen. Einige Einrichtungen rieten Patienten sogar dazu, vollständig auf Wasser zu verzichten.


Laut einer offiziellen Mitteilung des Rates, die am 27. April auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht wurde, haben einige Krankenhäuser Wasser fälschlicherweise gemeinsam mit Nahrung und anderen Getränken unter die Nüchternheitsvorgaben eingeordnet. Dies habe zu Missverständnissen bei Patienten und Gesundheitsnutzern geführt.

Der Rat betonte, dass „reines Wasser“ – definiert als klares, farbloses und kalorienfreies Wasser ohne Zusatzstoffe – die klinisch relevanten Laborbedingungen bei erforderlicher Nüchternheit nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Der Verzicht auf Wasser bringe keinen medizinischen Vorteil und könne sogar die Genauigkeit der Testergebnisse negativ beeinflussen.

Nach Angaben der Experten kann Dehydrierung zu einer sogenannten Hämokonzentration führen, wodurch bestimmte Laborwerte höher erscheinen als sie tatsächlich sind. Zudem könne die Blutentnahme erschwert werden, was den Komfort der Patienten beeinträchtigt und das Risiko während des Eingriffs erhöht.

Weiterhin erklärte der Rat, dass Standard-Referenzwerte im Labor auf Bedingungen basieren, bei denen Patienten zwar auf Nahrung verzichten, jedoch weiterhin Wasser trinken dürfen. Eine Ausweitung des Nüchternheitsgebots auf Wasser könne daher zu Fehlinterpretationen führen.


Um die Situation zu verbessern, hat der Rat alle Gesundheitseinrichtungen aufgefordert, ihre Patientenhinweise zu vereinheitlichen. Die empfohlene Formulierung lautet: „Keine Nahrung oder Getränke außer klarem Wasser, das wie gewohnt konsumiert werden darf.“

Die Behörden betonten, dass eine klare Kommunikation in der präanalytischen Phase entscheidend ist, um genaue Laborergebnisse zu gewährleisten, die Patientensicherheit zu erhöhen und einheitliche Gesundheitsstandards im ganzen Land sicherzustellen. (TNA)