
PATTAYA, Thailand – Die Royal Thai Police hat ihre landesweite Null-Toleranz-Politik gegen Alkohol am Steuer bekräftigt und gewarnt, dass es vor Strafverfolgung keine mündlichen Verwarnungen mehr geben wird. Zudem gilt die Verweigerung eines Alkoholtests nach thailändischem Recht automatisch als Trunkenheitsfahrt.
Polizeigeneral Samran Nualma, stellvertretender Polizeichef, erklärte, dass Verkehrspolizisten im ganzen Land angewiesen wurden, die Vorschriften strikt umzusetzen. Die Maßnahmen stehen im Einklang mit der Fiskalpolitik 2026 von Polizeichef Kitrat Phanphet und legen besonderen Schwerpunkt auf stärkere Verkehrdisziplin und Unfallprävention – vor allem in Hochrisiko- und stark frequentierten Gebieten.
Die Behörden kündigten an, die Kontrollen nicht nur in Bangkok zu intensivieren, sondern auch in wichtigen Touristenzentren wie Pattaya, Phuket und Chiang Mai. Besonders an Wochenenden, Feiertagen und während Festivals werden dort häufig Alkoholdelikte im Straßenverkehr registriert.
Polizei-Checkpoints und mobile Patrouillen sollen insbesondere in Ausgehvierteln, Strandzonen und auf Hauptverkehrsachsen zwischen touristischen Hotspots verstärkt werden.
Pol. Gen. Samran betonte, dass Alkohol am Steuer weiterhin zu den Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle zählt, die jährlich Verletzte, Todesopfer und hohe Sachschäden verursachen. Beamte seien daher angewiesen, konsequent und transparent vorzugehen und bei festgestellten Verstößen sofort rechtliche Schritte einzuleiten.
Er verwies auf einen Vorfall vom 20. Februar 2026, bei dem ein Autofahrer mit deutlichen Anzeichen von Alkoholisierung einen Test verweigerte, zu fliehen versuchte und Verkehrspolizisten angriff. Nach der Festnahme wurde bei dem Fahrer ein Alkoholwert von 126 Milligramm-Prozent festgestellt – deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert. Gegen den Verdächtigen laufen mehrere Strafverfahren.
Nach thailändischem Recht wird die Verweigerung eines Atemalkoholtests rechtlich wie Trunkenheit am Steuer gewertet und zieht dieselben Strafen nach sich. Zusätzlich können Anklagen wegen Missachtung einer behördlichen Anordnung erhoben werden. Die Sanktionen reichen von Geldstrafen über Haft bis hin zur Aussetzung oder zum Entzug der Fahrerlaubnis. Bei Unfällen mit schweren Verletzungen oder Todesfolge drohen deutlich härtere Strafen. Wiederholungstäter innerhalb von zwei Jahren müssen mit verschärften Konsequenzen rechnen.
Polizeigeneralleutnant Nithithorn Jintakanon, Leiter der Polizeiausbildung und Chef der Taskforce zur Imageverbesserung der Verkehrspolizei, rief sowohl thailändische Bürger als auch ausländische Besucher dazu auf, strikt nach dem Grundsatz „Don’t drink and drive“ zu handeln – insbesondere in Touristenstädten mit hohem Verkehrsaufkommen und reger Nachtgastronomie.
Er lobte zugleich die landesweit eingesetzten Verkehrspolizisten für ihre Geduld und Professionalität, auch in Situationen, in denen sie bei der Durchsetzung des Gesetzes verbalen oder körperlichen Angriffen ausgesetzt seien.
Die Royal Thai Police appellierte an die Öffentlichkeit, Verkehrsregeln zu respektieren und zu einer sichereren Straßenkultur beizutragen. Verkehrshilfe oder Meldungen können rund um die Uhr über die Hotline der Verkehrspolizei 1197 oder die Highway-Police-Hotline 1193 erfolgen.









