Thailand-Reisende alarmiert: AOT erhöht internationale Abfluggebühr auf 1.120 Baht

0
271
Der Suvarnabhumi Airport in Bangkok ist einer von sechs AOT-Flughäfen, an denen die internationale Abfluggebühr ab 20. Juni 2026 auf 1.120 Baht steigt.

PATTAYA, Thailand – Thailands Luftfahrtsektor steht unter wachsender öffentlicher Beobachtung, nachdem die staatliche Flughafenbetreiberin Airports of Thailand (AOT) eine deutliche Erhöhung der Passenger Service Charge (PSC) für internationale Abflüge angekündigt hat. Ab dem 20. Juni 2026 steigt die Gebühr auf 1.120 Baht pro Passagier.

Die Mitteilung, die am 20. Februar über die offiziellen Social-Media-Kanäle veröffentlicht wurde, löste rasch eine breite Online-Debatte aus. Viele Reisende warnen, die Erhöhung könne Flugpreise weiter nach oben treiben – zu einem Zeitpunkt, an dem die Lebenshaltungskosten ohnehin unter Druck stehen.

Nach der neuen Struktur gilt die höhere PSC ausschließlich für internationale Abflüge. Die Inlandsgebühr bleibt unverändert bei 130 Baht pro Passagier. Laut AOT soll diese Differenzierung die Tourismuspolitik der Regierung im Inland unterstützen.

 



Sechs große Flughäfen betroffen

Die neue PSC wird an allen sechs von AOT betriebenen Flughäfen erhoben:

• Suvarnabhumi Airport
• Don Mueang International Airport
• Chiang Mai International Airport
• Mae Fah Luang–Chiang Rai International Airport
• Phuket International Airport
• Hat Yai International Airport

AOT: PSC ist keine Steuer

AOT-Präsidentin Pawina Jariyathitipong erklärte, die Anpassung sei am 20. Februar 2026 vom thailändischen Zivilluftfahrtausschuss genehmigt worden und entspreche internationalen Grundsätzen der International Civil Aviation Organization (ICAO), insbesondere Dokument 9082.

Sie betonte, die PSC sei weder eine Steuer noch eine gewinnorientierte Abgabe, sondern ein Kostendeckungsinstrument für Flughafenbetrieb und langfristige Infrastrukturinvestitionen. Die Anpassung folge Konsultationen mit Stakeholdern sowie einer umfassenden Kostenprüfung durch die Aufsichtsbehörden und bedürfe noch der ministeriellen Endfreigabe.

 

Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem verwendet werden für:

• den SAT-1-Satellitenterminal am Suvarnabhumi Airport
• Terminalmodernisierungen am Don Mueang International Airport
• den erweiterten Einsatz von CUPPS-Systemen zur Verkürzung der Check-in-Zeiten und Reduzierung von Engpässen

Laut AOT hätten Umfragen unter Passagieren und Airlines ergeben, dass die Mehrheit die neue PSC-Höhe als vertretbar einschätze – vorausgesetzt, die Servicequalität verbessere sich entsprechend.

 

Airports of Thailand kündigt die Erhöhung der Passenger Service Charge (PSC) für internationale Abflüge auf 1.120 Baht pro Passagier mit Wirkung zum 20. Juni 2026 an.

Öffentlichkeit über Auswirkungen gespalten

Trotz der Beschwichtigungen von AOT bleibt die Reaktion in sozialen Medien deutlich gespalten. Kritiker argumentieren, die Erhöhung verlagere Kosten direkt auf Reisende, was Ticketpreise erhöhen und die Tourismusstimmung dämpfen könnte – insbesondere vor dem Hintergrund einer noch uneinheitlichen wirtschaftlichen Erholung.

Befürworter hingegen sehen die Maßnahme im Einklang mit internationalen Standards und verweisen auf große regionale Drehkreuze wie Singapore Changi Airport und Hong Kong International Airport, die höhere Passagiergebühren erheben und stark in Infrastruktur und Service investieren.

 

 

Transitgebühren rücken in den Fokus

Zusätzliche Diskussionen löst derzeit AOTs Prüfung möglicher PSC-Gebühren für Transitpassagiere aus – eine Kategorie, die Thailand traditionell ausgenommen hat. Die Debatte wirft neue Fragen auf, ob zusätzliche Kosten Thailands Ambitionen als wettbewerbsfähiges Luftfahrtdrehkreuz beeinträchtigen könnten.

Vorerst betont AOT, dass mögliche Änderungen für Transitpassagiere noch geprüft werden. Die angekündigte Gebührenerhöhung hat jedoch bereits eine breitere Diskussion über Kosten, Wettbewerbsfähigkeit und die Frage entfacht, wer letztlich Thailands Weg zu Weltklasse-Flughäfen finanziert.