Chonburi-Bewohner fordern Neuauszählung der Stimmen und drohen mit Ausweitung der Proteste wegen Transparenzbedenken

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Einwohner versammeln sich im Chonburi Municipality Stadium und fordern eine Neuauszählung der Stimmen im Wahlkreis 1. Sie verweisen auf mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit Wahlurnen und der Stimmenauszählung und verlangen von der Wahlkommission eine transparente Klärung.

PATTAYA, Thailand – Eine wachsende Zahl von Einwohnern versammelte sich am Dienstag im Chonburi Municipality Stadium und forderte eine Neuauszählung der Stimmen im Wahlkreis 1. Gleichzeitig kündigten Demonstrierende an, ihre Proteste auszuweiten, sollte die Wahlkommission (Election Commission – EC) weiterhin schweigen.

Die angespannte Situation, die seit der Wahlnacht andauert, verschärfte sich, nachdem Bürger berichteten, Wahlurnen seien unter verdächtigen Umständen transportiert worden. Dazu gehörten angeblich unversiegelte Behälter sowie Auszählungsunterlagen, die in Abfallbehältern gefunden oder bereits vor der Stimmenzählung von Beamten unterschrieben worden seien.



Trotz der anfänglichen Ablehnung einer Neuauszählung durch die EC aus rechtlichen Gründen erklärten lokale Demonstrierende, sie würden den Ort weiterhin besetzen, bis die nationale Wahlkommission eine transparente Lösung vorlege.

Warot Sirirak, Kandidat der People’s Party im Wahlkreis 1 von Chonburi, war vor Ort, um die Situation zu beobachten. Er betonte, dass es sich um eine spontane Versammlung und nicht um eine organisierte Mobilisierung handle. Bewohner hätten sich demnach zusammengefunden, nachdem eine lokale Nachrichtenseite über eine mögliche Neuauszählung berichtet hatte. Erst vor Ort seien Hinweise auf Unregelmäßigkeiten entdeckt worden, so Warot.

„Wir sind bereit, eine Niederlage zu akzeptieren, aber sie muss transparent sein“, sagte er.

Auch die Einwohnerin Kanokwan erklärte: „Warum neu auszählen, wenn wir ohnehin verlieren könnten? Wir zählen neu aus, um Transparenz zu schaffen und zu beweisen, dass nichts falsch gelaufen ist. Wenn alles korrekt durchgeführt wurde und es keinen Betrug gab, warum sollte man dann Angst vor einer Neuauszählung haben? Es geht uns nicht um Sieg oder Niederlage, sondern um Transparenz.“