Thailands Medien bleiben im Zeitalter der sozialen Netzwerke oft unbeachtet

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Hinter jeder Schlagzeile steht ein Medienteam, das mit begrenzten Ressourcen arbeitet. Mit dem Rückgang unabhängiger Medien und steigenden Kosten gerät der Zugang zu verlässlichen und ausgewogenen Informationen zunehmend in Gefahr.

PATTAYA, Thailand – In einer Zeit, in der soziale Medien eine dominierende Rolle bei der öffentlichen Meinungsbildung spielen, stehen viele Nachrichtenorganisationen vor beispiellosen Herausforderungen. Die Rolle der „Medien“ wird zunehmend als unnötiger Kostenfaktor betrachtet, während Organisationen und Unternehmen weiterhin bereit sind, Hunderttausende oder sogar Millionen Baht für interne Aktivitäten oder Beschlüsse auszugeben. Wenn es jedoch um Öffentlichkeitsarbeit oder Medienbudgets geht, werden die Mittel häufig gekürzt oder ganz gestrichen – obwohl sich diese Ausgaben oft nur auf einige Tausend oder Zehntausend Baht belaufen.



Dabei bleiben Medien ein unverzichtbarer Mechanismus zur Verbreitung von Informationen, zur Prägung der öffentlichen Wahrnehmung und zum Aufbau eines glaubwürdigen Images in den Augen der Gesellschaft. Hinter dieser Arbeit stehen jedoch erhebliche Betriebskosten: Gehälter für Mitarbeitende, Website-Hosting, Ausgaben für digitale Plattformen, Wartung von Technik sowie die hohen Kosten für Medienausrüstung wie Kameras und Videoequipment – einschließlich ihres unvermeidlichen Wertverlusts durch den ständigen Einsatz.

Trotz der Erfüllung dieser wichtigen Aufgabe – oft still und unbeachtet, vergleichbar mit dem sprichwörtlichen „Vergolden der Rückseite einer Buddha-Statue“ – werden Medienorganisationen zunehmend übersehen. Ihre Bedeutung wird herabgesetzt, mit weitreichenden Folgen. Heute sind viele Medienhäuser gezwungen, Personal abzubauen oder den Betrieb ganz einzustellen, weil finanzielle Unterstützung fehlt, obwohl sie weiterhin als verlässliche Stimme der Öffentlichkeit mit Integrität und Beständigkeit dienen.

Diese Situation verdeutlicht die wachsende Fragilität der Medienbranche im modernen Zeitalter. Wenn Organisationen den Wert des Journalismus weiterhin unterschätzen, könnte die Verfügbarkeit genauer, ausgewogener und gesellschaftlich nützlicher Informationen schrittweise abnehmen. Letztlich droht dadurch ein Verlust an öffentlichem Vertrauen und eine nachhaltige Schädigung des gemeinsamen gesellschaftlichen Ansehens.