
PATTAYA, Thailand – Das thailändische Kabinett hat Visa-Maßnahmen und Richtlinien des Außenministeriums zur Förderung des Tourismus und zur Stärkung der Wirtschaft zur Kenntnis genommen. Die Maßnahmen stehen im Einklang mit dem Kabinettsbeschluss vom 28. Mai 2024.
Die Reformen sind in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen unterteilt. Das Department of Consular Affairs fasste den aktuellen Fortschritt entsprechend zusammen.
Zu den bereits umgesetzten kurzfristigen Maßnahmen gehört die Ausweisung von 93 Ländern und Territorien, deren Staatsangehörige von einer speziellen Visabefreiung profitieren. Diese erlaubt Aufenthalte von bis zu 60 Tagen zu touristischen Zwecken, für kurzfristige Arbeit oder geschäftliche Aktivitäten. Darüber hinaus wurde eine erste Liste von 31 Ländern und Territorien für das Visa-on-Arrival-Programm (VOA) genehmigt.
Thailand führte zudem das sogenannte Destination Thailand Visa (DTV) ein, das gezielt hochwertige Besucher, digitale Nomaden sowie Teilnehmer kultureller Aktivitäten ansprechen soll. Dazu zählen unter anderem Muay Thai, traditionelle Thai-Massage, Thai-Kochkurse und weitere Initiativen im Bereich der thailändischen Soft Power.
Das Kabinett genehmigte außerdem das ED Plus Non-Immigrant-Visum für Ausländer, die zu Studienzwecken oder für eine Kombination aus Studium und Arbeit nach Thailand einreisen.
Eine Visa-Politikkommission wurde neu eingesetzt, während das Außenministerium weitere Sitzungen zur fortlaufenden Bewertung der Maßnahmen ankündigte.
Zu den mittelfristigen Maßnahmen gehört die Reduzierung der Non-Immigrant-Visakategorien von bislang 17 auf künftig sieben Codes, gültig ab dem 31. August 2025. Zudem wurde das e-Visa-System seit dem 1. Januar 2025 auf alle 94 thailändischen Botschaften und Konsulate weltweit ausgeweitet.
Langfristig konzentrieren sich die Reformen auf die Entwicklung digitaler Vorabgenehmigungssysteme für Reisende. Die Einwanderungsbehörden führten hierzu die Thailand Digital Arrival Card (TDAC) ein, die seit dem 1. Mai 2025 verwendet wird.
Weitere laufende Maßnahmen umfassen eine zweite Phase der Erweiterung des Visa-on-Arrival-Programms auf acht zusätzliche Länder sowie überarbeitete Kriterien für Langzeitvisa für ältere Ausländer, die ihren Ruhestand in Thailand verbringen möchten.
Das Ministerium wies zugleich auf mögliche Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und das internationale Image des Landes hin. Hintergrund ist, dass einige Ausländer Visabefreiungen missbräuchlich für unerlaubte Arbeit oder illegale Aktivitäten genutzt haben sollen. Die neu eingesetzte Visa-Politikkommission wird die Maßnahmen daher zeitnah überprüfen. (NNT)









