Chinesischer Erpressungsfall in Pattaya aufgedeckt – Polizei stürmt Hotel und befreit Opfer

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Beamte der Pattaya-Touristenpolizei befragen den chinesischen Verdächtigen Herrn Liang nach der Befreiung eines Landsmannes, der mutmaßlich gegen Lösegeld festgehalten wurde.

PATTAYA, Thailand – Die thailändische Einwanderungspolizei in Chonburi hat gemeinsam mit der Touristenpolizei Pattaya einen chinesischen Staatsbürger befreit, der mutmaßlich von Landsleuten entführt und gegen Lösegeld festgehalten wurde. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, nach einem weiteren wird weiterhin gefahndet.

Die Operation wurde von Pol. Col. Naphatphong Khositsuriyamanee, Leiter der Einwanderungsbehörde Chonburi, gemeinsam mit Beamten der Immigration und der Tourist Police Division 4 durchgeführt. Auslöser war eine Anzeige der Ehefrau des Opfers.



Nach Angaben der Polizei war der 32-jährige Chinese, identifiziert als Herr Liu, am 7. Februar über den Flughafen Suvarnabhumi nach Thailand eingereist. Anschließend sei er von chinesischen Bekannten dazu überredet worden, an Glücksspielaktivitäten teilzunehmen. Dabei hätten die Verdächtigen behauptet, er habe 300.000 Baht verloren. In der Folge sollen sie Lösegeld gefordert und seine Ehefrau unter Druck gesetzt haben, 3.000 USDT – umgerechnet etwa 100.000 Baht – in digitaler Währung zu überweisen.

In den frühen Morgenstunden des 10. Februar gelang es dem Opfer, über den Nachrichtendienst Telegram seinen Standort zu übermitteln. Die Einsatzkräfte lokalisierten ihn daraufhin in einem Hotel an der Pattaya South Road. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass das Hotelzimmer von außen verschlossen war. Die Polizei verschaffte sich gewaltsam Zutritt und fand das Opfer im Zimmer zusammen mit einem Verdächtigen, dem 33-jährigen chinesischen Staatsbürger Herrn Liang.


Ein zweiter Verdächtiger, identifiziert als Herr Zhang (32), befand sich nicht am Tatort. Die Behörden haben inzwischen Maßnahmen zur Sperrung seines Reisepasses eingeleitet und fahnden aktiv nach ihm.

Gegen Herrn Liang wurde Anklage wegen gemeinschaftlicher Freiheitsberaubung und Erpressung erhoben. Er bestreitet die Vorwürfe. Das Opfer wurde unverletzt befreit und steht derzeit unter Polizeischutz.

Die thailändischen Behörden warnten Touristen erneut, bei Einladungen zu Glücksspielaktivitäten sowie bei digitalen Geldtransfers mit unbekannten Personen besondere Vorsicht walten zu lassen. Solche Fälle stünden zunehmend im Zusammenhang mit grenzüberschreitend operierenden kriminellen Netzwerken.