Baht-Ausblick trübt sich ein: Geopolitische Spannungen und US-Geldpolitik belasten Marktrichtung

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Die Kasikornbank erwartet, dass sich der thailändische Baht in der kommenden Woche in einer Spanne von 32,40 bis 33,20 je US-Dollar bewegt. Ausschlaggebend sind Signale der US-Notenbank, Inflationsdaten aus Thailand, Kapitalströme sowie anhaltende geopolitische Spannungen im Nahen Osten.

PATTAYA, Thailand – Die Kasikornbank erwartet, dass sich der thailändische Baht in der Woche vom 4. bis 8. Mai in einer Spanne von 32,40 bis 33,20 je US-Dollar bewegen wird, verglichen mit dem Schlusskurs von 32,55 am 30. April.

Nach Angaben der Bank hatte der Baht zu Wochenbeginn zunächst zugelegt, da Anleger vor der Sitzung der US-Notenbank den Dollar verkauften. Anschließend geriet die Währung jedoch unter Druck, nachdem der geldpolitische Ausschuss Thailands den Leitzins unverändert bei 1,00 Prozent beließ und zugleich einen vorsichtigeren Konjunkturausblick signalisierte.


Die Zentralbank verwies auf Risiken durch eine schwächere Binnenkonjunktur, insbesondere im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Auch andere Regionalwährungen, darunter der Baht, wurden durch steigende Ölpreise belastet. Gleichzeitig gewann der US-Dollar an Stärke, da Anleger angesichts unsicherer Friedensverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran verstärkt auf sichere Anlagen setzten.

Die Marktstimmung wurde zudem durch die geldpolitische Haltung der US-Notenbank beeinflusst, die darauf hindeutet, dass die Zinsen länger auf erhöhtem Niveau bleiben könnten. Uneinheitliche Aussagen von Notenbankvertretern spiegelten zusätzliche Unsicherheit hinsichtlich möglicher Inflationsrisiken wider, die durch geopolitische Entwicklungen verstärkt werden könnten.

Der Baht fiel zeitweise auf ein Einmonatstief von 32,85, bevor er sich gegen Ende der Woche leicht erholte, unterstützt durch Bewegungen des japanischen Yen, nachdem die Behörden in Japan vor übermäßigen Währungsschwankungen gewarnt hatten.

Für die kommende Woche richten sich die Blicke auf die Inflationsdaten Thailands für April, internationale Kapitalströme, Entwicklungen im Nahen Osten sowie weitere Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank.

In den USA werden Anleger wichtige Konjunkturdaten beobachten, darunter Auftragseingänge der Industrie, offene Stellen, Verkäufe neuer Häuser, Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen, die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft, Arbeitslosenquoten sowie wöchentliche Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Auch Dienstleistungsindizes aus China und der Eurozone dürften zusätzliche Hinweise auf die weltwirtschaftliche Lage liefern.