
BANGKOK, Thailand – Der stellvertretende Premierminister und Außenminister Sihasak Phuangketkeow hat die Entscheidung der Regierung erläutert, das Memorandum of Understanding (MOU 44) aus dem Jahr 2001 zu kündigen. Er betonte, dass der Schritt auf einer soliden rechtlichen Grundlage beruhe und nach umfassenden Konsultationen mit nationalen und internationalen Rechtsexperten sowie akademischen Beiträgen aus verschiedenen Bereichen erfolgt sei.
Der stellvertretende Premierminister erklärte, dass MOU 44 erhebliche Herausforderungen mit sich gebracht habe, insbesondere im Zusammenhang mit komplexen Fragen der Souveränität sowie innenpolitischen Sensibilitäten. Gleichzeitig deutete er an, dass ein neues und effektiveres Kooperationsrahmenwerk entwickelt werden könnte.
Im Hinblick auf die Energieversorgungssicherheit versicherte der Minister, dass die Aufhebung des Abkommens Thailand nicht benachteiligen werde. Das Land setze weiterhin auf Diversifizierung und Investitionen in alternative Energiequellen, unter anderem in Myanmar, den Golfstaaten, Afrika, Kasachstan, Aserbaidschan und Oman.
Als Reaktion auf jüngste Aufrufe der kambodschanischen Führung zur Wiederaufnahme bilateraler Mechanismen und zur Einberufung einer Sitzung der Gemeinsamen Grenzkommission erklärte der Minister, dass bilaterale Lösungen zwar bevorzugt würden, jedoch eine Grundlage gegenseitigen Vertrauens erforderten. Er forderte Kambodscha auf, wiederholte internationale Vorwürfe gegen Thailand zu unterlassen und keinen politischen Druck auszuüben, solange Thailand nicht bereit sei, unter den bisherigen Bedingungen weiterzuverhandeln.













