
PATTAYA, Thailand – Der thailändische Baht hat im frühen Handel am Freitag auf 32,49 je US-Dollar aufgewertet, nachdem er zuvor bei 32,82 geschlossen hatte. Grund dafür war ein schwächerer US-Dollar, der im Zuge nachlassender Spannungen im Nahen Osten unter Druck geriet.
Laut dem Währungsstrategen Poon Panichpibool von der Krungthai Bank folgte die Aufwertung des Baht vor allem dem Rückgang des US-Dollar-Index, der auf rund 99,2 Punkte fiel. Die Marktstimmung verbesserte sich, nachdem geopolitische Sorgen im Nahen Osten abnahmen, was zugleich zu einem moderaten Rückgang der globalen Ölpreise beitrug.
Zusätzlichen Druck erhielt der Dollar durch die Stärke anderer wichtiger Währungen, insbesondere des Euro und des britischen Pfunds. Marktteilnehmer erwarten, dass sowohl die European Central Bank als auch die Bank of England ihre Geldpolitik weiter straffen könnten, sollte die Inflation infolge geopolitischer Risiken hoch bleiben.
Trotz der aktuellen Stärke bleibt der Baht laut Panichpibool volatil, da die Unsicherheit über die weitere Entwicklung geopolitischer Spannungen weiterhin die Finanzmärkte beeinflusst.
Im Inland richten Investoren ihren Blick auf die Handelsdaten für Februar. Erwartet wird ein anhaltendes Wachstum bei Exporten und Importen, insbesondere in den Bereichen Elektronik und Halbleiter. Für den Tagesverlauf wird eine Handelsspanne von 32,40 bis 32,75 Baht je US-Dollar prognostiziert.
Auch Analysten der Finanzmarktabteilung der Siam Commercial Bank gehen von einer ähnlichen Bandbreite zwischen 32,40 und 32,70 aus, gestützt durch die Entspannung bei den Energiepreisen infolge nachlassender geopolitischer Risiken.
Für zusätzliche Stabilität sorgten Signale aus den USA und Israel, wonach Angriffe auf Energieinfrastruktur vermieden werden sollen – ein Faktor, der zur Beruhigung der Energiemärkte beitrug.
Unterdessen beließ die Bank of Japan ihren Leitzins bei 0,75 Prozent, deutete jedoch mögliche weitere Erhöhungen bei steigender Inflation an. Die European Central Bank hielt ihren Zinssatz bei 2 Prozent stabil, signalisierte jedoch ebenfalls Handlungsbereitschaft bei zunehmendem Inflationsdruck.
Angesichts der weiterhin dynamischen geldpolitischen und geopolitischen Lage erwarten Analysten, dass sich der thailändische Baht kurzfristig in beide Richtungen bewegen kann – ein Zeichen anhaltender Volatilität an den internationalen Devisenmärkten.









