Panikartiger Benzinkauf trifft Teile Thailands – Tankstellen in Pattaya bleiben vorerst ruhig

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Eine Tankstelle zeigt Schilder mit „Kraftstoff ausverkauft“ und Hinweisen zu Kaufbeschränkungen, während Autofahrer aus Sorge vor möglichen Preissteigerungen ihre Tanks füllen. Behörden betonen jedoch, dass die landesweiten Treibstoffreserven weiterhin ausreichend sind.

PATTAYA, Thailand – Berichte über Autofahrer, die hastig ihre Tanks füllen, haben in einigen Regionen Thailands vorübergehend zu Treibstoffengpässen und Kaufbeschränkungen an Tankstellen geführt. Die Behörden betonen jedoch, dass die landesweiten Treibstoffreserven stabil seien und fordern die Bevölkerung auf, nicht in Panik zu geraten oder Kraftstoff zu hamstern.

Lokale Medien berichteten, dass mehrere Tankstellen am Sonntagmorgen (15. März) Schilder mit der Aufschrift „Kraftstoff ausverkauft“ aufstellten, nachdem die Nachfrage weit über das übliche Niveau gestiegen war. An einer PT-Tankstelle im Bezirk Nong Hin in der Provinz Loei schlossen Mitarbeiter vorübergehend die Einfahrt und brachten einen Hinweis an, dass die Vorräte aufgrund einer „ungewöhnlich hohen Nachfrage“ erschöpft seien. Gleichzeitig entschuldigte man sich bei den Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Andere Tankstellen führten Beschränkungen für den Kauf von Diesel ein. Teilweise durften Fahrzeuge nur noch für maximal 300 Baht tanken, um die vorhandenen Mengen möglichst gleichmäßig unter den Autofahrern zu verteilen. Betreiber erklärten, dass viele Kunden, die sonst nur kleine Mengen kauften, nun ihre Tanks vollständig füllten, wodurch die täglichen Vorräte deutlich schneller als üblich erschöpft seien.

In der Region Chumphon–Ranong berichteten Tankstellenbetreiber von einem Nachfrageanstieg um bis zu 200 bis 300 Prozent, nachdem nahegelegene Stationen keinen Treibstoff mehr hatten und Autofahrer anderswo nach Benzin oder Diesel suchen mussten. Viele Kunden in dieser Gegend sind Landwirte, die Diesel für Bewässerungspumpen und Maschinen in Durian-Plantagen benötigen.



Dort wurden auch neue Beschränkungen für Dieselkäufe in Kanistern eingeführt. Pro Kunde sind nun maximal 50 Liter erlaubt, um zu verhindern, dass Händler größere Mengen auf Vorrat kaufen. Hintergrund ist die Erwartung steigender Preise, sobald staatliche Diesel-Subventionsmaßnahmen am 17. März auslaufen. Tankstellenbetreiber berichteten, dass einige Käufer zuvor versucht hätten, große Mengen zu erwerben – in einem Fall sogar mit einem 200-Liter-Fass.

Bereits zuvor war im Bezirk Kraburi ein ähnlicher Vorfall gemeldet worden, bei dem Händler angeblich thailändische Käufer engagierten, um mehrere Behälter Treibstoff zu erwerben, die anschließend über die Grenze weiterverkauft werden sollten. Tankstellenbetreiber erklärten, dass sie ihre Verkaufspraktiken nun genauer überwachen, um Hamsterkäufe zu verhindern.


Trotz der lokalen Engpässe bestätigte das Energieministerium, dass Thailand keinen landesweiten Treibstoffmangel erlebe. Die Produktion in den heimischen Raffinerien laufe normal, und auch der Transport sowie die Verteilung von Kraftstoff seien nicht eingeschränkt.

Nach Angaben der Behörden sind die vorübergehenden Engpässe an einzelnen Tankstellen in erster Linie auf panikartige Käufe zurückzuführen, da viele Autofahrer aus Sorge vor möglichen Preissteigerungen oder Versorgungsproblemen ihre Tanks vorsorglich auffüllen.

Während in mehreren Provinzen die Nachfrage deutlich gestiegen ist, haben große Touristenzentren wie Pattaya bislang keine ernsthaften Versorgungsprobleme erlebt. Die Tankstellen in der Stadt arbeiten derzeit weiterhin ohne größere Einschränkungen.

Die Behörden rufen Autofahrer im ganzen Land dazu auf, keine Panikkäufe zu tätigen und Fahrzeuge wie gewohnt zu betanken. Das nationale Verteilungssystem funktioniere stabil, und die Treibstoffvorräte seien ausreichend.