
PATTAYA, Thailand – Die Royal Thai Navy hat vor der Küste der Provinz Trat ein unter kambodschanischer Flagge fahrendes Schiff abgefangen, das verdächtigt wird, illegal Meeresfrüchte in thailändische Hoheitsgewässer transportiert zu haben. Der Vorfall unterstreicht die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen entlang der östlichen Küste.
Vizeadmiral Chalermchai Suankaew, Kommandeur des Ersten Marinegebiets, hatte Patrouillen angewiesen, die Überwachung in den Gewässern vor Trat zu intensivieren, um die maritime Souveränität zu schützen und Grenzverstöße zu verhindern.
Gegen 14:30 Uhr entdeckten Marineeinheiten ein verdächtiges kambodschanisches Boot etwa eine Seemeile innerhalb thailändischer Gewässer, rund 4,9 Seemeilen vor der Küste nahe dem Unterbezirk Ban Hat Lek. Das Patrouillenschiff identifizierte sich und führte eine rechtmäßige Kontrolle durch.
An Bord befanden sich drei kambodschanische Besatzungsmitglieder, die weder Schiffspapiere noch persönliche Ausweisdokumente vorlegen konnten. Bei ersten Befragungen gaben sie an, angeworben worden zu sein, um Meeresfrüchte aus Kambodscha in thailändische Gewässer zu bringen und dort auf ein thailändisches Fischereifahrzeug auf See zu übergeben. Die Übergabe habe bereits stattgefunden, bevor das Boot auf dem Rückweg von thailändischen Streitkräften gestoppt wurde.
Nach Angaben der Behörden hatte das Schiff zuvor Meeresfrüchte in 35 blauen Containern transportiert. Nach der Kontrolle eskortierte die Marine das Boot und die gesamte Besatzung zum Pier von Khlong Yai in der Provinz Trat, wo nun rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Die Ermittler weiten ihre Untersuchungen aus, um mögliche thailändische Fischereifahrzeuge oder Netzwerke zu identifizieren, die mit der Schmuggeloperation in Verbindung stehen könnten.
Marinevertreter wiesen zudem darauf hin, dass das beschlagnahmte Boot einem Schiff ähnelt, das von Behörden in der kambodschanischen Provinz Koh Kong am 16. Februar festgesetzt worden war. Dies wirft Fragen über mögliche Wiederholungsfahrten oder organisierte Schmuggelrouten auf.
Die Royal Thai Navy betonte, der Einsatz zeige das fortgesetzte Engagement des Ersten Marinegebiets zum Schutz der maritimen Souveränität Thailands sowie zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten auf See und zum Schutz nationaler Sicherheitsinteressen und Meeresressourcen.









