Rettung einer riesigen Königskobra in Phang-Nga sorgt für Aufsehen und erinnert an ähnliche Szenen in Pattaya

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Einsatzkräfte der Gemeinde Phang-Nga fangen eine riesige Königskobra nach einer angespannten vierstündigen Rettungsaktion ein, während sich die hochgiftige Schlange neben einem Pickup aufrichtet.

PATTAYA, Thailand – Eine spektakuläre Rettungsaktion rund um eine riesige Königskobra in der Provinz Phang-Nga ist in den sozialen Medien viral gegangen und hielt Anwohner stundenlang in Spannung, bevor der Einsatz sicher beendet werden konnte. Gleichzeitig löste der Vorfall eine Welle von Lotterie-Spekulationen aus – eine Reaktion, die auch aus Pattaya und anderen Teilen Thailands bekannt ist, Feb. 6.

Der Vorfall ereignete sich gegen 13.30 Uhr, als Mitarbeiter des Katastrophenschutzes der Gemeinde Phang-Nga zu einem Einsatz gerufen wurden. In einem zivilen Fahrzeug nahe der Phunga School war eine große Schlange entdeckt worden. Später im Internet verbreitete Videos zeigen die Kobra, wie sie sich aufrichtet und ihre Haube vor dem Fahrzeug spreizt, während zahlreiche Schaulustige die angespannte Situation beobachteten.



Nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutz- und Präventionseinheit wurden ein Einsatzfahrzeug (Kennzeichen 6787) sowie drei Beamte entsandt. Das Fahrzeug wurde anschließend zur Feuerwache 1 gebracht, wo speziell geschulte Einsatzkräfte die Schlange vorsichtig einfingen. Die Rettungsaktion dauerte mehr als vier Stunden und endete gegen 17.30 Uhr erfolgreich. Die Königskobra, lokal als „บองหลา“ bekannt, konnte ohne Verletzte gesichert werden.

Nachdem die unmittelbare Gefahr gebannt war, verlagerte sich die Aufmerksamkeit schnell von der Anspannung hin zu Glücksvermutungen. In sozialen Netzwerken fragten zahlreiche Nutzer nach dem Kennzeichen des Fahrzeugs, in der Hoffnung auf „Glückszahlen“ für die nächste Lotterie – ein Verhalten, das auch in Pattaya regelmäßig nach Schlangenfunden zu beobachten ist. Dort werden Kobras und Pythons immer wieder in Autos, Häusern, Wohnanlagen oder Geschäftsbereichen entdeckt.

Rettungskräfte und der Besitzer des Fahrzeugs zeigen sich erleichtert, nachdem die Königskobra sicher entfernt wurde und der Einsatz ohne Verletzte endete.

Ähnliche Einsätze ziehen in Pattaya häufig größere Menschenmengen an, wobei Rettungsaktionen nicht selten zu spontanen Zuschauerszenen werden. Das Filmen, Spekulieren und Austauschen vermeintlicher Glückszahlen kann dabei die Arbeit der Einsatzkräfte erschweren und zusätzliche Risiken schaffen.

Die Behörden in Phang-Nga erinnerten die Bevölkerung daran, dass Königskobras hochgiftig und äußerst gefährlich sind. Bürger wurden aufgefordert, ausreichend Abstand zu halten und Rettungskräfte ungestört arbeiten zu lassen. Einsatzteams im ganzen Land warnen regelmäßig davor, dass Menschenansammlungen bei Schlangenfängen sowohl für Zivilisten als auch für Helfer gefährlich werden können.

Der Vorfall in Phang-Nga endete zwar ohne Zwischenfälle, verdeutlichte jedoch erneut die in Thailand häufig zu beobachtende Mischung aus Gefahr, Neugier und Glücksglauben – ein Phänomen, das sowohl in ruhigen Provinzorten als auch in lebhaften Tourismuszentren wie Pattaya zu sehen ist.