Pattayas „rauchfreie Strände“ in der Kritik – Einwohner fordern konsequente Durchsetzung

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Strandbereiche, die der Erholung dienen sollen, werden häufig von Zigaretten- und Cannabisrauch beeinträchtigt, was einige Einwohner dazu veranlasst, sauberere Alternativen außerhalb Pattayas aufzusuchen.

PATTAYA, Thailand – Pattayas Strände sind gesetzlich als rauchfreie Zonen ausgewiesen. Für viele Einwohner und Besucher sieht die Realität am Strand jedoch ganz anders aus. Während die Stadtverwaltung die bestehenden Rauchverbote entlang der Küste erneut betont, zeigt die öffentliche Reaktion deutlich, dass Hinweisschilder allein weder saubere Luft noch den Gesundheitsschutz oder ein angenehmes Strandambiente gewährleisten.



Kommentare von Anwohnern und regelmäßigen Strandbesuchern machen ihrem Frust über die ihrer Ansicht nach schwache und inkonsequente Durchsetzung der Regeln Luft. Obwohl „Rauchen verboten“-Schilder gut sichtbar angebracht sind, wird weiterhin offen geraucht – sowohl Zigaretten als auch Cannabis –, oft nur wenige Meter von Familien mit Kindern oder älteren Menschen entfernt.

Mehrere Bewohner stellen infrage, warum sich die Maßnahmen nahezu ausschließlich auf Schilder beschränken. „Schilder aufzustellen reicht nicht aus“, schrieb ein Kommentator. „Ohne echte Bußgelder, regelmäßige Kontrollen und sichtbare Konsequenzen werden die Regeln einfach ignoriert.“ Andere schlugen die Installation von CCTV-Kameras, häufigere Strandpatrouillen sowie eine klare Hotline zur Meldung von Verstößen vor – ohne dass Bürger selbst Raucher ansprechen müssen, was viele als unsicher und konfliktträchtig empfinden.


Besonders der Geruch von Cannabis sorgt für zahlreiche Beschwerden. Während Zigarettenrauch von manchen noch als erträglich bezeichnet wird, empfinden viele den Cannabisgeruch als intensiv und kaum zu vermeiden, vor allem in Sitzbereichen und unter Sonnenschirmen. Familien berichten, dass sie ihre Strandbesuche abbrechen, andere weichen zunehmend auf ruhigere Strände wie Bang Saray aus, wo sie ein besseres Management und strengere Kontrollen wahrnehmen.

Trotz deutlich sichtbarer Rauchverbotsschilder wird am Pattaya Beach weiterhin geraucht, was bei Familien und Anwohnern Beschwerden über eine inkonsequente Durchsetzung auslöst.

Das Problem beschränkt sich laut Anwohnern nicht nur auf die Strände. Auch in Wohngebieten wie Naklua und Jomtien klagen Bewohner über anhaltende Geruchsbelästigungen durch Rauch und andere Umweltfaktoren. Einige berichten von Rauch, der nachts in Schlafzimmer zieht und Kopfschmerzen, Atembeschwerden oder eine Verschlechterung von Allergien verursacht.

Ein immer wieder genannter Kritikpunkt ist die ungleiche Durchsetzung der Regeln. Mehrere Kommentatoren behaupten, thailändische Raucher würden häufiger ermahnt oder bestraft, während ausländische Touristen oft unbehelligt blieben. „Rauchfreie Zone – aber nur für Thais?“, fragte ein Anwohner und brachte damit das Gefühl auf den Punkt, dass Ungleichbehandlung das Vertrauen untergräbt und Unmut schürt.


Andere räumen ein, dass ausgewiesene Raucherbereiche in einer Touristenstadt sinnvoll sein können. Voraussetzung sei jedoch, dass Raucher diese auch nutzen und Zigarettenstummel ordnungsgemäß entsorgen. Vermüllte Strände und Gehwege mit zahllosen Kippen gelten für Kritiker als sichtbares Zeichen von „Regeln ohne Konsequenzen“.

Während Pattaya sich als familienfreundliches, internationales Reiseziel positionieren will, fordern die Einwohner zunehmend konkretes Handeln statt Ankündigungen. Ihre Botschaft ist eindeutig: Ohne konsequente Kontrollen, klare Meldewege und gleiche Behandlung für alle bleiben rauchfreie Strände ein Versprechen auf dem Papier – und nicht die Realität im Sand.