Thailändischer Anwalt warnt: Vor einer neuen Beziehung muss die Scheidung rechtskräftig sein

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Anwalt Paisarn Ruangrit erklärt, dass eine rechtsgültig eingetragene Ehe die Rechte des rechtmäßigen Ehepartners weiterhin schützt und bei Untreue Schadensersatzforderungen ermöglichen kann.

PATTAYA, Thailand – Ein virales Video, das zeigt, wie eine Ehefrau ihren Ehemann zur Rede stellt, nachdem sie ihn angeblich mit einer anderen Frau angetroffen hatte, hat im Internet mehr als 70 Millionen Aufrufe erzielt und eine breite Debatte über Ehe, gesetzliche Rechte und rechtliche Folgen ausgelöst.

Das Video, das sich rasant in den sozialen Medien verbreitete, zeigt die Frau, wie sie ein Zimmer betritt und ihren Ehemann konfrontiert, der sich trotz bestehender Ehe angeblich mit einer anderen Frau aufhielt. Neben der Beziehungskontroverse richteten viele Nutzer ihre Aufmerksamkeit auch auf Details im Raum, darunter ein Kissen mit Doraemon-Motiv, einen grünen Wasserbehälter sowie den Zustand des Bettes, was zahlreiche Kommentare und scherzhafte Beiträge auslöste.



Der Rechtsexperte Paisarn Ruangrit von der Facebook-Seite „Lawyer Paisarn Chuay Duay (Please Help)“ erläuterte daraufhin die rechtlichen Folgen des Falls und sprach eine Warnung an Paare in ähnlichen Situationen aus.

Er betonte, dass eine Heiratsurkunde ein rechtsverbindliches Dokument sei, das die Rechte des rechtmäßigen Ehepartners vollständig schütze. Selbst wenn Ehepartner über längere Zeit getrennt lebten, bleibe ihr Familienstand unverändert, solange die Scheidung nicht offiziell vollzogen worden sei. Nach Angaben des Anwalts könne die rechtmäßige Ehefrau Beweise wie Videos oder Fotos verwenden, um zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gegen eine dritte Person geltend zu machen, die an der Beziehung beteiligt sei.


Für den Ehemann könnten zudem weitere rechtliche Konsequenzen drohen. Laut Paisarn könnten Handlungen während der Konfrontation strafrechtliche Ermittlungen wegen Körperverletzung nach sich ziehen. Zudem könne die Polizei weitere Untersuchungen einleiten, falls Hinweise auf eine mögliche Verbindung zu illegalen Drogen vorlägen.

Der Fall dient als Erinnerung daran, dass Personen, die eine neue Beziehung beginnen möchten, zunächst die Scheidung rechtskräftig abschließen sollten, um mögliche zivil- und strafrechtliche Folgen zu vermeiden.