
BANGKOK, Thailand – Die Familie einer früheren Lotto-Jackpot-Gewinnerin hat bei der thailändischen Polizeieinheit zur Bekämpfung von Verbrechen (Crime Suppression Division) Anzeige erstattet, nachdem sie nach eigenen Angaben mehr als 26 Millionen Baht durch einen mutmaßlichen Anlagebetrug im Zusammenhang mit einem Tomatenanbau- und Vertriebsunternehmen verloren hatte.
Am Mittwoch um 11 Uhr brachte die Social-Media-Persönlichkeit und Aktivistin „Ja Kings“ Taengtim die 36-jährige Paweena Luksezi, eine Händlerin aus der Provinz Sakon Nakhon, zu den Ermittlern. Paweena erklärte, sie und ihre Familie seien dazu verleitet worden, in ein Geschäft mit Tomatenanbau und -vertrieb zu investieren.
Nach ihren Angaben begann der mutmaßliche Betrug Anfang 2023, als eine Frau namens Prapassorn ein Haus eines Verwandten in Sakon Nakhon mietete und sich mit der Familie anfreundete. Sie habe erfahren, dass Paweenas Mutter im Jahr 2013 insgesamt 90 Millionen Baht durch einen Jackpot und den ersten Preis der staatlichen Lotterie gewonnen hatte.
Der Gewinn sei unter den Kindern aufgeteilt worden, sodass jedes rund 30 Millionen Baht erhalten habe.
Paweena zufolge überzeugte die Frau die Familie später, in ein Tomatenanbau- und Liefergeschäft zu investieren. Sie behauptete, die Ernte werde an große Großmärkte wie Talaad Thai und Si Mum Muang geliefert. Um Vertrauen zu schaffen, habe sie der Familie zudem eine Sortieranlage gezeigt. Zunächst investierte Paweenas Mutter mehrere Millionen Baht und erhielt wöchentliche Auszahlungen von rund 20.000 Baht, was die Familie dazu veranlasste, weitere Gelder zu investieren.
Später blieben die Auszahlungen jedoch aus. Die Frau erklärte angeblich, das Unternehmen habe Verluste erlitten, weil es selbst von anderen betrogen worden sei. Paweena bezifferte den Gesamtschaden auf etwa 26 Millionen Baht. Lediglich etwas mehr als eine Million Baht sei zurückgezahlt worden.
Nachdem die Familie überzeugt war, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, erstattete sie zunächst Anzeige bei der Polizeiwache Akat Amnuai in der Provinz Sakon Nakhon. Aus Sorge vor Verzögerungen wandte sie sich später zusätzlich an die Crime Suppression Division. Paweena erklärte außerdem, sie habe erfahren, dass möglicherweise weitere Personen betroffen seien, diese jedoch bislang keine Anzeige erstattet hätten.
„Meine Mutter und ich leiden sehr. Das Geld aus dem Lottogewinn wurde uns durch dieses System genommen. Wir möchten, dass die Behörden die Ermittlungen beschleunigen und verhindern, dass weitere Menschen geschädigt werden“, sagte sie.
Die Ermittler nahmen die Beschwerde zur Prüfung entgegen und wollen gemeinsam mit der örtlichen Polizei die weiteren rechtlichen Schritte einleiten.













