BANGKOK, Thailand – Die Königlich Thailändische Polizei hat ihre landesweite Bekämpfung illegaler Sportwetten im Zusammenhang mit der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2026 verstärkt und dabei Wett-Webseiten, Finanzkanäle und kriminelle Netzwerke ins Visier genommen.
Der stellvertretende Generalinspekteur und Sprecher der Königlich Thailändischen Polizei, Polizeigeneralleutnant Trairong Phiwphan, erklärte, dass das Zentrum zur Prävention und Bekämpfung illegaler Wetten im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen dem 6. und 14. Juni landesweite Einsätze durchgeführt habe.
Während dieser Maßnahmen wurden insgesamt 596 Fälle mit 629 Verdächtigen registriert. Darunter befanden sich 64 Fälle von WM-bezogenen Sportwetten, in denen 80 Verdächtige als Buchmacher oder Organisatoren identifiziert wurden. Zudem wurden 278 Fälle mit 279 Verdächtigen festgestellt, die als Wettteilnehmer eingestuft wurden.
Darüber hinaus gingen die Behörden gegen 254 weitere Fälle von Online-Glücksspielen vor, an denen 270 Verdächtige beteiligt gewesen sein sollen.
Im Rahmen der Ermittlungen sperrten die Behörden insgesamt 128 Glücksspiel-Webseiten beziehungsweise Internetadressen. Die Ermittler konnten zudem Finanztransaktionen im Wert von mehr als 2,15 Milliarden Baht identifizieren, die mit den illegalen Netzwerken in Verbindung stehen.
Die Untersuchungen dauern an. Ziel ist es, Vermögenswerte zu beschlagnahmen sowie die Hintermänner der Netzwerke und die Inhaber sogenannter „Mule Accounts“ – Bankkonten, die zur Verschleierung von Geldflüssen genutzt werden – zu identifizieren.
Nach Angaben des Polizeisprechers besteht das Hauptziel der Operation darin, die finanziellen und organisatorischen Strukturen der Online-Glücksspielnetzwerke dauerhaft zu zerschlagen.
Er appellierte an die Bevölkerung, sich nicht an illegalen Wetten zu beteiligen, keine Bankkonten gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen und Jugendliche von solchen Aktivitäten fernzuhalten.
Verdächtige Glücksspiel-Webseiten oder illegale Fußballwetten können rund um die Uhr bei örtlichen Polizeidienststellen sowie über die Notrufnummern 191 und 1599 gemeldet werden.










