
BANGKOK, Thailand – Thailand intensiviert die landwirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, nachdem hochrangige Gespräche die Bereitschaft Moskaus bestätigt haben, Harnstoffdünger zu liefern und den bilateralen Handel auszubauen.
Am 13. April 2026 traf der thailändische Landwirtschaftsminister Suriya Jungrungreangkit in Russland mit Vizepremier Dmitry Patrushev und Vizelandwirtschaftsminister Maxim Markovich zusammen. Ziel war es, das Handelsvolumen zu steigern, das derzeit bei rund 1,6 Milliarden US-Dollar liegt, jedoch nach Ansicht beider Seiten noch erhebliches Wachstumspotenzial – insbesondere im Agrarsektor – bietet.
Thailand bekundete Interesse am Import von jährlich 1 bis 2 Millionen Tonnen granuliertem Harnstoffdünger mit einer Korngröße von 2,5 bis 5 mm und bat um Vorzugspreise. Im Falle einer Einigung soll der ständige Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums gemeinsam mit dem russischen Botschafter in Thailand Geschäftskooperationen im Privatsektor koordinieren, mit dem Ziel, Exporte bereits im Mai 2026 aufzunehmen.
Zudem schlug Thailand die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe vor, um Handelsfragen, Schlüsselprodukte sowie technische und wissenschaftliche Kooperationen zu klären. Ziel ist es, Import- und Exportprozesse innerhalb von drei Monaten zu vereinfachen.
Vizepremier Patrushev bestätigte die Zustimmung Russlands zur Einrichtung dieser Arbeitsgruppe und bekräftigte die Bereitschaft zur langfristigen Zusammenarbeit. Russland sei in der Lage, Mineraldünger – darunter stickstoffbasierten Harnstoff – zu liefern. Unternehmen wie PhosAgro und UralChem hätten Interesse an langfristigen Verträgen.
Beide Seiten vereinbarten, Preise und technische Details im Rahmen von Gesprächen zwischen Privatunternehmen festzulegen. Der russische Botschafter Evgeny Tomikhin wird die Koordination übernehmen.









