Thai-Baht nähert sich wegen globaler Unsicherheit erneut 33-Dollar-Marke

0
151
Der thailändische Baht steht in dieser Woche erneut unter Druck, da globale Unsicherheiten, Sorgen über Waffenstillstandsverhandlungen und die Erwartungen rund um die Geschäftszahlen von Nvidia Investoren verunsichern und die Währung näher an die Marke von 33 Baht pro Dollar treiben.

PATTAYA, Thailand – Die Krung Thai Bank erwartet, dass sich der thailändische Baht in dieser Woche in einer Spanne von 32,30 bis 33,00 Baht pro US-Dollar bewegen wird. Analysten warnen jedoch, dass die Währung erneut unter Druck geraten ist, da globale Unsicherheiten, fragile Marktstimmung und die steigende Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen die internationalen Finanzmärkte belasten.

Nach Angaben von Krungthai Global Markets eröffnete der Baht am Montagmorgen, dem 18. Mai, bei 32,72 pro Dollar und damit schwächer als der Schlusskurs der Vorwoche bei 32,62. Seit Freitagabend habe die thailändische Währung schrittweise in Richtung der Spanne von 32,75 bis 32,85 nachgegeben, nachdem Sorgen über stockende Waffenstillstandsverhandlungen zwischen den United States und Iran zugenommen hätten.


Analysten erklärten, dass sich der Abwärtsdruck auf den Baht erneut verstärkt habe, nachdem der jüngste Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping keine klaren Ergebnisse hinsichtlich geopolitischer Spannungen und Waffenstillstandsfragen geliefert habe. Obwohl kapitalbedingte Abflüsse aus Dividendenzahlungen ausländischer Investoren zuletzt nachgelassen hätten, warnte die Bank davor, dass der Baht sich weiter bis zur psychologisch wichtigen Marke von 33,00 abschwächen könnte, falls die Unsicherheit hoch bleibt.

Im Bericht wurde zudem auf die bevorstehenden Geschäftszahlen von Nvidia hingewiesen, die als weiterer bedeutender Faktor für die internationalen Finanzmärkte gelten. Starke Ergebnisse und optimistische Prognosen des Chipherstellers könnten die Risikobereitschaft der Investoren verbessern und den Anstieg des US-Dollars bremsen. Enttäuschende Resultate dagegen könnten eine neue Welle risikoaverser Stimmung an den Weltmärkten auslösen.


Die Analysten von Krungthai empfahlen Investoren außerdem, die Entwicklung des japanischen Yen genau zu beobachten. Dieser könnte sich deutlich stärken, falls Anleger verstärkt in sichere Anlagen flüchten. Gleichzeitig könnte eine erneute Schwäche des Yen die Wahrscheinlichkeit von Marktinterventionen durch japanische Behörden erhöhen.

Die Bank warnte, dass der Baht derzeit einem sogenannten „Zwei-Wege-Risiko“ ausgesetzt sei. Dies bedeute, dass die Währung abhängig von geopolitischen Entwicklungen und der Marktstimmung rasch in beide Richtungen ausschlagen könne. Unternehmen und Investoren wurde daher geraten, sich auf anhaltende Volatilität vorzubereiten und komplexere Absicherungsstrategien, einschließlich optionsbasierter Schutzinstrumente, in Betracht zu ziehen.

Aus technischer Sicht befinde sich der Baht weiterhin in einem Abschwächungstrend. Erst ein klarer Anstieg unter die Marke von 32,00 Baht pro Dollar würde auf eine nachhaltige Trendwende hindeuten. Bis dahin erwarten Analysten, dass die Währung volatil bleibt oder sich innerhalb einer breiten Handelsspanne weiter abschwächt.