
PATTAYA, Thailand – Der thailändische Baht ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als einer Woche gefallen, bevor er sich teilweise wieder erholen konnte. Belastet wurde die Währung durch Kapitalabflüsse ausländischer Investoren sowie einen stärkeren US-Dollar, der auch andere asiatische Währungen unter Druck setzte. Dies teilte das Kasikorn Research Center mit.
Während des Handels fiel der Baht zeitweise auf 32,68 Baht pro US-Dollar und schloss den Inlandsmarkt später bei 32,58, verglichen mit 32,33 am Vortag. Analysten erklärten, die Abschwächung stehe im Zusammenhang mit Nettoverkäufen ausländischer Investoren an den thailändischen Aktien- und Anleihemärkten in Höhe von 729 Millionen Baht beziehungsweise 2,949 Milliarden Baht. Zusätzlich belasteten die allgemeine Schwäche asiatischer Währungen sowie sinkende Goldpreise die Marktstimmung.
Der US-Dollar blieb weiterhin stark, da Investoren davon ausgehen, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinssätze länger auf hohem Niveau halten könnte. Hintergrund sind die wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Für die kommende Woche erwartet das Kasikorn Research Center eine Handelsspanne des Baht zwischen 32,10 und 32,80 pro US-Dollar. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren zählen die BIP-Daten Thailands für das erste Quartal, internationale Kapitalbewegungen, US-Konjunkturdaten, Äußerungen der Federal Reserve sowie Entwicklungen in den Beziehungen zwischen den USA und China nach jüngsten Gesprächen der Staatsführungen.
Die Märkte beobachten zudem zahlreiche internationale Wirtschaftsdaten, darunter Zahlen zum US-Immobilienmarkt, Baubeginne, vorläufige Einkaufsmanagerindizes für Mai, Protokolle der Fed-Sitzungen sowie wöchentliche Arbeitsmarktdaten. Ebenfalls im Fokus stehen Chinas Entscheidungen zum Leitzins sowie Inflationsdaten aus der Eurozone, Großbritannien und Japan.
Analysten rechnen insgesamt weiterhin mit erhöhter Volatilität an den Devisenmärkten, da Investoren auf wechselnde Erwartungen zur Geldpolitik und die anhaltende Unsicherheit der Weltwirtschaft reagieren.














