Steigende Preise sorgen bei Pattaya-Besuchern für Unmut

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Massagearbeiterinnen werben in einer Straße in Jomtien um Touristen – ein typisches Bild der tourismusgeprägten Wirtschaft Pattayas, während gleichzeitig über steigende Preise in der Stadt diskutiert wird.

PATTAYA, Thailand – Die steigenden Lebenshaltungskosten in Pattaya sorgen zunehmend für Kritik unter Langzeitbesuchern. Viele beklagen, dass Preise für Restaurants, Hotels und Dienstleistungen inzwischen ein Niveau erreichen, das eher mit wohlhabenden Metropolen vergleichbar ist, während Löhne und Servicequalität deutlich niedriger bleiben.

Einige Leser verweisen auf Restaurantpreise von rund 500 Baht für ein Menü in internationalen Lokalen sowie Hotelpreise von etwa 1.300 Baht pro Nacht für einfache Unterkünfte nahe der Beach Road. Auch internationale Fast-Food-Ketten wurden als Beispiel genannt: In manchen Fällen seien Mahlzeiten teurer als in westlichen Ländern, obwohl dort deutlich höhere Stundenlöhne gezahlt werden.

Besonders häufig wurde die große Lohnlücke erwähnt. Viele Beschäftigte im Tourismussektor verdienen Berichten zufolge nur etwa 300 bis 400 Baht pro Tag, während in westlichen Ländern ähnliche Tätigkeiten pro Stunde deutlich mehr einbringen.



Einige Besucher ziehen inzwischen Konsequenzen und verzichten etwa auf Immobilienkäufe in Thailand, da sie steigende Kosten und stagnierende Immobilienpreise befürchten. Andere Stimmen halten dagegen und argumentieren, dass unzufriedene Ausländer sich einfach für ein anderes Reiseziel entscheiden könnten.

Die Debatte zeigt jedoch eine wachsende Sorge unter Besuchern: Pattaya verliere zunehmend seinen Ruf als günstiges Urlaubsziel, ohne gleichzeitig das Preisniveau durch entsprechend höhere Standards oder Dienstleistungen zu rechtfertigen.