Songkran in Thailand gefährdet: Hohe Spritpreise bremsen Reiselust und Heimfahrten

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Lange Warteschlangen an Tankstellen, während Autofahrer sich vor Songkran mit Kraftstoff eindecken – steigende Preise und Versorgungsängste führen dazu, dass viele ihre Reisepläne streichen.

PATTAYA, Thailand – Thailands Tourismussektor steht im Vorfeld von Songkran unter wachsendem Druck, da steigende Kraftstoffpreise und Sorgen über mögliche Engpässe viele Menschen dazu bewegen, Reisen während der normalerweise geschäftigsten Feiertage des Landes abzusagen oder ganz zu vermeiden.

Umfrageergebnisse zeigen, dass zwar die Mehrheit der Befragten ohnehin keine Reise geplant hatte, jedoch rund 14,8 Prozent ihre Songkran-Pläne vollständig streichen – vor allem wegen teurer und schwer verfügbarer Kraftstoffe. Sichtbare Warteschlangen an Tankstellen sowie Berichte über begrenzte Dieselverfügbarkeit in einigen Regionen haben das Vertrauen zusätzlich erschüttert.

Die Situation folgt auf deutliche Preisanstiege bei Benzin, Gasohol und Diesel in den vergangenen Wochen. Für viele Haushalte reicht die zusätzliche finanzielle Belastung – kombiniert mit Unsicherheiten über die Verfügbarkeit für längere Fahrten – aus, um lieber zu Hause zu bleiben.

Auch Vertreter der Branche schlagen Alarm. Adith Chairattananon, Generalsekretär der Association of Thai Travel Agents (ATTA), betont, dass der Tourismus stark von Mobilität abhänge. Ohne verlässlichen Transport und ausreichende Kraftstoffversorgung werde das gesamte System unmittelbar beeinträchtigt – von Hotels und Restaurants bis hin zu lokalen Dienstleistern.

Schätzungen zufolge könnte die Zahl der Inlandsreisenden während der Songkran-Feiertage um 200.000 bis 300.000 Personen zurückgehen. Daraus könnten wirtschaftliche Verluste in Höhe von zwei bis drei Milliarden Baht innerhalb der fünftägigen Festperiode entstehen.

Die Songkran-Feierlichkeiten stehen unter einem unsicheren Vorzeichen, da hohe Kraftstoffpreise und Versorgungsbedenken die Reiselust dämpfen und eine der wichtigsten Tourismussaisons bedrohen.

Die Auswirkungen reichen weit über klassische Tourismuszentren hinaus. Ein großer Teil der Reisen während Songkran entfällt traditionell auf Arbeitnehmer, die in ihre Heimatprovinzen zurückkehren und damit Einkommen aus den Großstädten in regionale Wirtschaftskreisläufe bringen. Doch da rund 76 Prozent der Thailänder auf private Fahrzeuge angewiesen sind – viele davon dieselbetriebene Pick-ups – halten die aktuellen Sorgen um Kraftstoffversorgung selbst diese wichtigen Fahrten zunehmend zurück.

Infolgedessen könnten nicht nur Hotels und Reiseanbieter, sondern auch kleine Betriebe wie lokale Märkte, Minimärkte und Straßenhändler Einbußen spüren – insbesondere in ländlichen Regionen, die stark von saisonalen Einnahmen abhängig sind.



Trotz staatlicher Zusicherungen, dass ausreichend Kraftstoff vorhanden sei, bleibt das Vertrauen der Bevölkerung fragil. Berichte über lange Schlangen an Tankstellen vor den Feiertagen spiegeln die wachsende Unsicherheit wider – und deuten darauf hin, dass die Zahl der Reiseabsagen weiter steigen könnte, sollte sich die Lage nicht stabilisieren.

Was ursprünglich als bedeutender wirtschaftlicher Impuls durch Songkran geplant war – einschließlich Initiativen zur Förderung von Reisen in sekundäre Städte – droht nun hinter den Erwartungen zurückzubleiben, da viele Menschen Vorsicht der Feier vorziehen.

Für dieses Songkran wird erwartet, dass weniger Menschen die Großstädte verlassen; das Reiseaufkommen dürfte unter dem Niveau der Vorjahre bleiben, da viele zu Hause bleiben.