Horror in Bangkok: Zug rast bei Makkasan in Bus – acht Tote, Empörung über mutmaßliches Versagen der Bahnschranken

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Mindestens acht Menschen starben, nachdem ein Zug nahe dem Bahnübergang Makkasan in Bangkok mit einem öffentlichen Bus kollidierte und ein gewaltiges Feuer auslöste.

BANGKOK, Thailand – Ein verheerender Zusammenstoß zwischen einem Zug und einem öffentlichen Bus nahe dem Bahnübergang Makkasan in Bangkok hat am Samstagnachmittag mindestens acht Menschen das Leben gekostet und 25 weitere verletzt.

Der schwere Unfall ereignete sich gegen 15:40 Uhr auf der Asok-Din-Daeng Road nahe der Kreuzung Rama IX–Asok Phet unweit der Airport Rail Link Station Makkasan. Erste Berichte der Verkehrsüberwachungsseite FM91 Trafficpro meldeten, dass der Zug mit einem öffentlichen Bus kollidierte und dadurch ein gewaltiges Feuer ausgelöst wurde.

Rettungskräfte der Feuerwehr- und Rettungsstation Phaya Thai trafen am Unfallort ein und fanden den Bus vollständig in Flammen vor. Während Feuerwehrleute gegen das Feuer kämpften und Verletzte retteten, waren immer wieder Explosionen zu hören.

Nach Angaben des Erawan Emergency Medical Center in Bangkok kamen bislang acht Menschen ums Leben, während mindestens 25 weitere verletzt wurden. Bei dem Fahrzeug handelte es sich laut Behörden um einen älteren NGV-betriebenen Euro-II-Linienbus der Linie 206 der Bangkok Mass Transit Authority. Der HINO-Bus soll bereits seit 28 Jahren im Einsatz gewesen sein.

Der Verkehr rund um das Bahngebiet von Makkasan wurde massiv beeinträchtigt, während Rettungskräfte weiter im Einsatz waren und Ermittler die Ursache des Unglücks untersuchten.

Feuerwehrleute kämpften gegen Explosionen und Flammen, während Rettungskräfte versuchten, Dutzende verletzte Fahrgäste aus dem Wrack zu retten.

Die öffentliche Empörung nahm zusätzlich zu, nachdem Zeugen Videoaufnahmen veröffentlicht hatten, die angeblich zeigen, dass sich die Bahnschranken vor dem tödlichen Zusammenstoß nicht geschlossen hätten. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Aufnahmen und Augenzeugenberichte rasch, die Zweifel an der Sicherheit des Bahnübergangs aufwarfen.

Ein viel geteiltes Video des Facebook-Nutzers Natchaphan Kongkiattisak soll zeigen, dass Fahrzeuge weiterhin normal über die Gleise fuhren, ohne dass Warnschranken abgesenkt wurden, bevor der Zug in den Bus und weitere Fahrzeuge raste.

Der Zeuge erklärte, die Schranke habe sich „laut dem Video nicht geschlossen“. Nach dem Aufprall hätten sich chaotische Szenen abgespielt, während Verletzte auf der Straße lagen und der Zug Fahrzeuge nahe der Gleise erfasste.

Die Aufnahmen lösten heftige Kritik im Internet aus. Zahlreiche Nutzer warfen den Behörden Fahrlässigkeit vor und forderten Aufklärung über die Sicherheitssysteme des Bahnübergangs. Zusätzlich richtete sich der Ärger gegen das thailändische Notrufsystem, nachdem einige Nutzer behaupteten, Anrufer der Notfallnummer 1669 seien an andere Telefonnummern weitergeleitet worden, anstatt sofort Hilfe zu erhalten.

Die Behörden haben bislang nicht bestätigt, ob tatsächlich eine Fehlfunktion der Bahnschranken vorlag. Die Ermittlungen dauern an.

 

1. Online verbreitete Zeugenvideos sollen zeigen, dass sich die Bahnschranken vor dem tödlichen Zugunglück nahe dem Bahnübergang Makkasan nicht geschlossen hatten.