PATTAYA, Thailand – Die Stadtverwaltung von Pattaya hat klargestellt, dass der Pattaya-Marathon 2026 nicht abgesagt wurde. Die Veranstaltung wurde aufgrund vergaberechtlicher Vorschriften verschoben, nachdem der einzige Bieter die vorgeschriebene technische Präsentation nicht eingereicht hatte.
Kiatisak Sriwongchai, ständiger Sekretär der Stadt Pattaya und amtierender Bürgermeister, erläuterte die Situation nach einer Sitzung mit den Leitern verschiedener städtischer Behörden. Er betonte, dass die Verschiebung des Marathons nicht auf eine Entscheidung der Stadtverwaltung zurückzuführen sei, sondern auf gesetzliche Vorgaben für öffentliche Ausschreibungen.
Nach Angaben von Kiatisak wurde das Projekt im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens zur Auswahl eines Veranstalters ausgeschrieben. Obwohl nur ein Unternehmen ein Angebot eingereicht hatte und die erste Qualifikationsprüfung bestand, erschien der Bieter am 21. Mai nicht vor dem Bewertungsausschuss, um sein technisches Konzept und den Veranstaltungsplan vorzustellen.
Dadurch konnten die Behörden das Vergabeverfahren nicht fortsetzen und waren gesetzlich verpflichtet, die Ausschreibung aufzuheben.
Die Stadt Pattaya legte die Fakten anschließend dem Tourismusausschuss des Repräsentantenhauses vor und erklärte, dass die Verzögerung ausschließlich auf die Vergabevorschriften zurückzuführen sei und nicht auf eine Entscheidung der Stadtführung. Gleichzeitig wurde über einen geeigneten Ersatztermin für die Veranstaltung beraten.
Obwohl eine Verlegung des Marathons auf Dezember in Betracht gezogen wurde, empfahlen Tourismusvertreter den September als günstigeren Zeitraum. Dadurch könne eines der wichtigsten Sportereignisse der Stadt erhalten bleiben, ohne mit der touristischen Hochsaison zu kollidieren.
Nach diesen Beratungen überarbeitete Pattaya Teile der Ausschreibungsbedingungen (TOR). Eine wichtige Änderung war die Streichung der Vorgabe, wonach Veranstalter ihre Werbekampagnen mindestens 30 Tage vor dem Rennen beginnen müssen. Nach Ansicht der Verantwortlichen könnte diese Bedingung potenzielle Interessenten abgeschreckt haben.
Die Stadt hofft nun, mit den überarbeiteten Bedingungen mehr Wettbewerb zu schaffen. Bereits zwei bis drei Unternehmen haben Interesse an der Teilnahme an der neuen Ausschreibungsrunde signalisiert.
Derzeit läuft vom 15. bis 17. Juni eine öffentliche Anhörung zu den geänderten Ausschreibungsunterlagen. Die offizielle Ausschreibung soll am 18. Juni veröffentlicht werden.
Nach dem vorgesehenen Zeitplan werden die Angebote am 3. Juli eingereicht. Der Gewinner der Ausschreibung soll am 16. Juli bekannt gegeben werden. Sofern keine Einsprüche eingehen, plant die Stadt Pattaya die Vertragsunterzeichnung bis zum 6. August.
Dies würde ausreichend Zeit für die Vorbereitung des Marathons lassen, der vorläufig für den 26. und 27. September angesetzt ist.
Kiatisak räumte jedoch ein, dass mögliche Beschwerden gegen das Ausschreibungsergebnis das Verfahren um bis zu 60 Tage verzögern könnten, was eine weitere Verschiebung der Veranstaltung erforderlich machen würde.
Er betonte zudem, dass die Ausschreibungsbedingungen für 2026 weitgehend denen der Vorjahre entsprechen. Die vorgenommenen Änderungen dienten ausschließlich der Verbesserung der Veranstaltungsqualität und seien nicht als Verkleinerung oder Abwertung des Marathons zu verstehen.
Kiatisak wies außerdem Spekulationen zurück, wonach die ursprüngliche Aufhebung der Ausschreibung dazu dienen sollte, das Projekt bis nach politischen Veränderungen auf lokaler Ebene oder bis zum Amtsantritt einer neuen Verwaltung hinauszuzögern. Die Stadt habe lediglich die gesetzlichen Vorschriften und Vergaberegeln eingehalten.
Pattaya treibt nun die zweite Ausschreibungsrunde voran und ruft qualifizierte Veranstalter zur Teilnahme auf. Ziel ist es, das Vertrauen von Läufern, Sponsoren und Tourismusakteuren zu stärken und den Pattaya-Marathon als eines der bedeutendsten Straßenlaufereignisse Thailands zu erhalten.










