Rätselhafter tödlicher Zugunfall bei Pattaya – Polizei untersucht letzte Stunden eines Mannes

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PATTAYA, Thailand – Ein 38-jähriger Mann aus der Provinz Amnat Charoen kam am Sonntagabend ums Leben, nachdem er in der Nähe von Pattaya von einem Güterzug erfasst wurde. Die Polizei untersucht derzeit die Umstände, die dazu führten, dass der Mann auf den Bahngleisen liegend aufgefunden wurde.

Beamte der Polizeistation Na Jomtien wurden am 15. Juni gegen 21.00 Uhr zu einem tödlichen Bahnunfall auf der Bahnstrecke etwa 300 Meter hinter dem Pattaya Floating Market in Na Jomtien, Bezirk Sattahip, gerufen.

Rettungskräfte und freiwillige Helfer trafen am Unfallort ein und fanden den Güterzug Nr. 553 mit 25 Frachtcontainern vor, der dort angehalten hatte. Der Lokführer wirkte sichtlich erschüttert, als er auf die Ermittler wartete.



Der Mann wurde vom Zug erfasst und über eine längere Strecke mitgeschleift. Körperteile und persönliche Gegenstände waren entlang von mehr als 100 Metern Gleis verteilt. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten eine schwarze Umhängetasche mit Bargeld sowie einen Ausweis auf den Namen Sabaidee Roopsai, 38 Jahre alt.

Die Ermittler entdeckten außerdem ein rotes Motorrad der Marke GPX, das etwa 20 bis 30 Meter von den Gleisen entfernt im hohen Gras lag. Das Fahrzeug schien von der Straße abgekommen und in die Vegetation am Straßenrand geraten zu sein. In der Nähe fanden die Beamten zudem einen schwarzen Integralhelm, eine Flasche mit Kratom-Getränk sowie ein Paar Sandalen neben den Bahngleisen.

Nach Angaben des Lokführers transportierte er Container vom Industriegebiet Map Ta Phut in der Provinz Rayong nach Kaeng Khoi in der Provinz Saraburi, als sich der Unfall gegen 20.45 Uhr ereignete.



Er erklärte, die Sichtverhältnisse seien aufgrund der Dunkelheit schlecht gewesen. Plötzlich habe er eine Person bemerkt, die quer über den Gleisen lag. Er habe sofort die Hupe betätigt und eine Bremsung eingeleitet, doch der Mann habe sich nicht bewegt. Da der Zug nicht rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte, kam es zur Kollision. Anschließend stoppte der Lokführer den Zug und verständigte die Behörden.

Die Polizei teilte mit, dass es keine Augenzeugen des Vorfalls gebe. Rettungsdienste berichteten jedoch, bereits gegen 18.20 Uhr einen Notruf wegen eines Motorrads erhalten zu haben, das in der Nähe einer Baustelle entlang der Bahnstrecke offenbar von der Fahrbahn abgekommen war. Die damals entsandten Helfer konnten jedoch keine verletzte Person finden.



Die Ermittler vermuten nun, dass das aufgefundene Motorrad dem Verstorbenen gehörte, und prüfen, ob der frühere gemeldete Unfall mit seinem Tod in Zusammenhang steht.

Die Polizei versucht derzeit, den genauen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren und festzustellen, warum sich der Mann vor dem Zusammenstoß auf den Gleisen befand. Kriminalbeamte wurden beauftragt, alle möglichen Umstände des Vorfalls zu untersuchen.

Der Leichnam wurde zur weiteren Untersuchung in die Gerichtsmedizin überführt. Die Ermittlungen dauern an.