Internationale Medien berichten über Thailands Visawende zugunsten nationaler Sicherheit

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Internationale Medien wie die BBC und The Guardian erklären, dass Thailands Entscheidung zur Rücknahme der 60-tägigen visafreien Aufenthalte einen deutlichen Wandel von der tourismusorientierten Erholung nach der Pandemie hin zu strengeren Einwanderungskontrollen und Sicherheitsmaßnahmen markiert.

PATTAYA, Thailand – Große internationale Medienhäuser wie BBC, The Guardian, Agence France-Presse und The Economic Times berichten ausführlich über Thailands Entscheidung, die 60-tägige visafreie Einreise für Reisende aus mehr als 90 Ländern einzuschränken. Die Maßnahme wird als deutlicher Kurswechsel von tourismusorientierter Erholungspolitik hin zu strengeren Sicherheits- und Einwanderungskontrollen beschrieben.

Den Berichten zufolge hatte Thailand die verlängerte visafreie Aufenthaltsdauer erst im Juli 2024 eingeführt, um den Tourismussektor nach der COVID-19-Pandemie wiederzubeleben. Internationale Medien betonen nun jedoch, dass die Regierung Sicherheitsfragen, Einwanderungskontrolle und Kriminalitätsbekämpfung zunehmend höher bewertet als uneingeschränktes Tourismuswachstum.



Mehrere Medien zitierten Aussagen thailändischer Behörden, wonach die visafreie Regelung zwar die Wirtschaft stimuliert habe, gleichzeitig aber Schlupflöcher geschaffen worden seien, die von einigen Ausländern für illegale Aktivitäten genutzt wurden. Die internationale Berichterstattung verbindet die politische Kehrtwende eng mit jüngsten Razzien und Festnahmen ausländischer Staatsangehöriger wegen mutmaßlicher Straftaten in Thailand.

Westliche und asiatische Medien verwiesen dabei auf wachsende Sorgen über transnationale kriminelle Netzwerke, Drogenhandel, illegale Geschäftstätigkeiten, Menschenhandel und Visaverstöße.

Britische Medien berichteten zudem über jüngste Festnahmen ausländischer Verdächtiger in Drogenfällen sowie Ermittlungen gegen illegale internationale Schulen, sogenannte Nominee-Geschäfte und Ausländer, die in thailändischen Tourismuszentren ohne Arbeitserlaubnis tätig gewesen sein sollen.


Internationale Berichte hoben außerdem Probleme innerhalb des thailändischen Einwanderungssystems hervor. Laut mehreren Analysen unter Berufung auf thailändische Regierungsquellen hätten sich überschneidende bilaterale Visaabkommen als kompliziert erwiesen und die Kontrollsysteme der Einwanderungsbehörden geschwächt. Thailand werde nun voraussichtlich ein Prinzip „eine Visabefreiung pro Land“ einführen, um Vorschriften zu vereinfachen und rechtliche Schlupflöcher zu schließen.

Reiseportale und Expat-Gemeinschaften diskutieren inzwischen die möglichen Auswirkungen für Besucher aus Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Australien, China und den Staaten des Schengen-Raums in Europa. Nach den erwarteten Änderungen könnten viele Reisende künftig nicht mehr automatisch einen Aufenthalt von 60 Tagen bei der Einreise erhalten.

Für einige Nationalitäten dürfte wieder die frühere Aufenthaltsdauer von 30 Tagen gelten, während andere je nach Entscheidung des thailändischen Visa Policy Committee mit noch kürzeren Fristen rechnen müssen.



Internationale Medien warnten zudem davor, dass Visaverlängerungen innerhalb Thailands künftig schwieriger werden könnten. Die Einwanderungsbehörden sollen strengere Prüfungen durchführen und umfangreichere Nachweise verlangen, anstatt Verlängerungen routinemäßig zu genehmigen.

Den Berichten zufolge werden die verschärften Maßnahmen nicht sofort in Kraft treten, sondern voraussichtlich 15 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Royal Gazette wirksam werden. Reisebüros und ausländische Botschaften empfehlen Reisenden bereits jetzt, offizielle Bekanntmachungen der thailändischen Behörden aufmerksam zu verfolgen, um aktuelle Einreisebestimmungen je nach Staatsangehörigkeit zu prüfen.