
PATTAYA, Thailand – Die Eastern Economic Corridor (EEC) betont, dass die Bahnverbindung zwischen den drei wichtigsten Flughäfen trotz der Beendigung des Vertrags für das Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt zwischen der State Railway of Thailand (SRT) und dem privaten Konsortium weiterhin von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Landes ist.
EEC-Generalsekretär Chula Sukmanop erklärte, dass nach der Ausübung des vertraglichen Kündigungsrechts durch Asia Era One Co., Ltd. nun sowohl die SRT als auch der private Partner die Vertragsbestimmungen einhalten müssten. Dazu gehören Verhandlungen über Rechte, Pflichten, Vermögenswerte sowie mögliche Entschädigungen.
Chula betonte, dass Fragen zu Entschädigungen und Schadensersatz ausschließlich die beiden Vertragsparteien betreffen. Die EEC sei nicht direkt an der Vereinbarung beteiligt. „Der Vertrag ist eine Angelegenheit zwischen der SRT und dem privaten Sektor. Nach der Vertragsbeendigung müssen beide Seiten gemäß den Vereinbarungen handeln. Gleichzeitig muss die Regierung entscheiden, wie das Projekt fortgeführt wird, denn die Bahnverbindung zum Flughafen U-Tapao bleibt unverzichtbar“, sagte er.
Nach Ansicht des EEC-Chefs sollte die Regierung nicht warten, bis sämtliche Streitigkeiten geklärt sind, bevor sie über die Zukunft des Projekts entscheidet. Vorrang habe eine schnelle und praktikable Lösung, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Die Behörden werden gemeinsam mit der SRT verschiedene Möglichkeiten prüfen, darunter die Fortsetzung mit einem ähnlichen Modell, eine Anpassung der Projektstruktur oder einen völlig neuen Ansatz. Ob eine neue Ausschreibung erfolgen wird, ist noch offen. Die Angelegenheit soll dem EEC-Politikausschuss unter Vorsitz des Premierministers vorgelegt werden. Ein Sitzungstermin steht jedoch noch nicht fest.
Chula räumte ein, dass Thailand durch die bisherigen Verzögerungen bereits rund acht Jahre verloren habe. Nun müsse der Blick nach vorn gerichtet werden.
„Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern. Die Frage ist, ob wir stehen bleiben oder vorankommen. Ich bin überzeugt, dass wir vorankommen müssen – sonst erreichen wir die Zukunft nie“, sagte er.

Zu möglichen Auswirkungen auf das Vertrauen der Investoren erklärte Chula, die Regierung müsse vor allem eine klare Perspektive für das Projekt schaffen. Dabei müsse das Vorhaben nicht zwangsläufig exakt dem ursprünglichen Hochgeschwindigkeitsbahn-Konzept entsprechen. Alle Optionen blieben offen, sofern sie die Anbindung des Flughafens U-Tapao und die langfristige Entwicklungsstrategie des EEC unterstützen.
Ein wesentliches Problem des ursprünglichen Projekts sei die wirtschaftliche Tragfähigkeit gewesen. Banken und Finanzinstitute verlangten den Nachweis ausreichender wirtschaftlicher Renditen, bevor sie Finanzierungen bereitstellen.
Jede neue Lösung müsse daher Investitionsrentabilität, Bauzeiten und die langfristigen Entwicklungsziele des EEC berücksichtigen. Eine mögliche Alternative sei ein rund 160 Kilometer langes Schienensystem. Sämtliche Optionen würden gemeinsam mit der SRT geprüft, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werde.
Die EEC hält daran fest, dass Thailand seine Verkehrsinfrastruktur weiter ausbauen müsse, um Investitionen, Tourismus und langfristiges Wirtschaftswachstum zu fördern.













