Bürgermeister erklärt Pattayas Straßenbau-Offensive angesichts von 27 Millionen Besuchern pro Jahr

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Bürgermeister Poramet Ngampichet erklärt, dass die laufenden Straßenbauarbeiten in Pattaya notwendig sind, um Entwässerung, Stromversorgung, Wassernetze und Straßen für die langfristige Entwicklung der Stadt zu modernisieren, während er seine zweite Amtszeit antritt.

PATTAYA, Thailand – Während seines hart umkämpften Wiederwahlkampfs wurde Pattayas Bürgermeister Poramet Ngampichet, besser bekannt als „Mayor Beer“, immer wieder von Bürgern auf die zahlreichen Straßenbaustellen und langwierigen Bauarbeiten in der Stadt angesprochen. In seiner beliebten Sendung „Talk to Beer“ erklärte er, dass die Einschränkungen unvermeidbar seien, da Pattaya umfangreiche Infrastrukturprojekte umsetze, um dem rasanten Wachstum der Stadt gerecht zu werden.

Nach seiner offiziellen Bestätigung für eine zweite Amtszeit durch die thailändische Wahlkommission kündigte Poramet an, die während seiner ersten Amtszeit begonnenen Großprojekte fortzusetzen und gleichzeitig neue Initiativen zur Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensqualität auf den Weg zu bringen. Zugleich entschuldigte er sich bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für die durch die Bauarbeiten entstandenen Unannehmlichkeiten und betonte, dass er die Frustration der Bevölkerung verstehe und das Projektmanagement weiter verbessern wolle.



Nach Angaben des Bürgermeisters leben heute schätzungsweise 500.000 bis 600.000 Menschen dauerhaft oder vorübergehend in Pattaya. Hinzu kommen jährlich mehr als 27 Millionen Besucher, wodurch Straßen, Entwässerungssysteme, Stromversorgung und Wassernetze zunehmend belastet werden.

Poramet wies darauf hin, dass viele Einwohner irrtümlich davon ausgingen, Pattaya City sei für sämtliche Straßenaufgrabungen verantwortlich. Tatsächlich würden die Arbeiten von drei verschiedenen staatlichen Behörden durchgeführt, die jeweils unterschiedliche Bereiche der Infrastruktur betreuen.

Die erste Behörde ist Pattaya City selbst, die derzeit massiv in neue Entwässerungssysteme investiert, um die seit Jahren bestehenden Überschwemmungsprobleme zu lösen. Pattaya liegt am Ende eines Einzugsgebiets und nimmt Oberflächenwasser aus den benachbarten Gemeinden Nongprue und Nong Pla Lai auf, bevor dieses ins Meer abfließt. Viele der bestehenden Entwässerungsrohre haben lediglich einen Durchmesser von rund 60 Zentimetern und reichen für die heutige Stadtentwicklung nicht mehr aus.


Zur Verbesserung der Situation modernisiert die Stadt schrittweise die Entwässerung an mehr als 20 besonders hochwassergefährdeten Standorten. Mehr als die Hälfte der Projekte ist bereits abgeschlossen. Laut Poramet würde ein vollständiges Hochwasserschutzsystem für Pattaya Investitionen von mehr als 9,5 Milliarden Baht erfordern. Aufgrund begrenzter Haushaltsmittel werden die Arbeiten in Etappen durchgeführt und auf vorrangige Bereiche konzentriert.

Die zweite beteiligte Behörde ist die Provincial Electricity Authority (PEA), die Strom- und Kommunikationsleitungen unter die Erde verlegt. Das Projekt umfasst neun Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 20 Kilometern. Sechs Abschnitte, darunter Pattaya North Road, Pattaya Central Road und Walking Street, sind bereits fertiggestellt.

Mit dem Projekt sollen die Sicherheit erhöht, das Stadtbild verbessert und Pattayas Ruf als internationales Tourismusziel gestärkt werden.



Die dritte Behörde ist die Provincial Waterworks Authority (PWA), die veraltete Wasserleitungen ersetzt und den Wasserdruck in der gesamten Stadt verbessert. Viele Leitungen haben ihre Lebensdauer überschritten, weisen häufige Lecks auf und können den steigenden Bedarf der wachsenden Bevölkerung und des Tourismus nicht mehr decken. Ohne diese Modernisierung könnten künftig Versorgungsengpässe entstehen.

Poramet erklärte, dass bereits mehrere wichtige Infrastrukturmaßnahmen abgeschlossen wurden, darunter Verbesserungen der Entwässerung, die Verlegung von Versorgungsleitungen unter die Erde sowie Modernisierungen des Wassernetzes. Nach Abschluss der unterirdischen Bauarbeiten saniert Pattaya City die betroffenen Straßen. Neue Fahrbahndecken wurden unter anderem bereits in der Soi Khao Talo und der Soi Pornprapanimit fertiggestellt. Derzeit laufen die Arbeiten entlang beider Seiten der Parallelstraße zur Eisenbahnlinie, während weitere Projekte für die Sukhumvit Road, die Pattaya Second Road und andere Hauptverkehrsachsen geplant sind.


Der Bürgermeister räumte ein, dass die Bauarbeiten Anwohnern, Unternehmen und Besuchern erhebliche Unannehmlichkeiten bereiten. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass es sich um langfristige Investitionen handle, die den Hochwasserschutz, die Stromversorgung, die Wasserversorgung und die Straßenqualität nachhaltig verbessern werden.

„So unangenehm diese Projekte heute auch sein mögen – sie sind Investitionen in Pattayas Zukunft“, sagte Poramet. Er dankte den Einwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis. Ziel sei es nicht nur, Straßen zu reparieren, sondern eine moderne Infrastruktur zu schaffen, damit Pattaya sowohl eine lebenswerte Stadt für seine Bewohner als auch ein nachhaltiges Reiseziel von Weltklasse für Millionen Besucher pro Jahr bleibe.