Angehörige fordern Antworten nach tödlichem Bahnübergangsunglück in Bangkok

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Angehörige der Opfer des Zug-Bus-Unglücks in Bangkok holen Dokumente und die Leichname ihrer Familienmitglieder für Trauerzeremonien ab, während die Familien Antworten auf die tödliche Tragödie fordern.

PATTAYA, Thailand – Angehörige der Opfer des jüngsten Zug-Bus-Zusammenstoßes in Bangkok versammelten sich am 19. Mai, um Dokumente abzuholen und die Leichen ihrer verstorbenen Familienmitglieder für religiöse Zeremonien in Empfang zu nehmen. Gleichzeitig wachsen Trauer und Wut über das tödliche Unglück weiter.

Unter den Angehörigen befand sich auch Sirilak, die Nichte der 66-jährigen Eung Manochaem, die innerhalb der Familie als „Tante Eiang“ bekannt war und bei dem Zusammenstoß ums Leben kam. Sie reiste zur Polizeistation Makkasan, um offizielle Unterlagen zu erhalten, bevor sie zum Institut für Rechtsmedizin des Police General Hospital ging, um den Leichnam ihrer Tante für die Trauerfeierlichkeiten in einem Tempel in der Provinz Samut Prakan abzuholen.



Im Gespräch mit Reportern stellte Sirilak die Frage, warum sich ähnliche Unfälle an Bahnübergängen trotz früherer Tragödien weiterhin ereignen. Ihre Familie sei weniger an Entschädigungszahlungen interessiert als an Verantwortlichkeit und Präventionsmaßnahmen.

„Wie viele Lektionen müssen noch gelernt werden, bevor das aufhört?“, fragte sie Berichten zufolge und kritisierte, dass sich die Behörden offenbar stärker auf interne Abläufe konzentrierten als auf Verantwortung oder konkrete Unterstützung für die Familien der Opfer.

Zudem forderte sie die Ermittler auf, zu klären, warum der Busfahrer vor dem Zusammenstoß auf den Gleisen angehalten hatte. Die Umstände müssten im Rahmen des Justizverfahrens vollständig untersucht werden.

Während der Dokumentenabgabe im rechtsmedizinischen Institut wurden mehrere Familienmitglieder weinend gesehen, was die emotionale Belastung der Tragödie deutlich machte. Behörden erklärten, dass weitere Angehörige ebenfalls eingetroffen seien, um Unterlagen für andere bestätigte Opfer abzuholen, darunter ein Universitätsstudent, ein Grafikdesigner sowie zwei Angestellte im Reinigungsdienst.

Während die Identifizierungsverfahren fortgesetzt werden, sollen die Angehörigen weiterer Opfer in den kommenden Tagen die Leichname aus dem Police General Hospital für die jeweiligen Trauerzeremonien übernehmen.