“Nominee Busters” starten Großoffensive gegen ausländische Scheinfirmen in Pattaya, Phuket und Samui

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Poonpong Naiyanapakorn erklärt, dass die Behörden ihre Untersuchungen gegen verdächtige Unternehmensstrukturen mit mutmaßlichen ausländischen Nominee-Netzwerken verstärken.

PATTAYA, Thailand – Das thailändische Department of Business Development (DBD) hat eine landesweite Großoffensive gegen mutmaßliche ausländische Nominee-Unternehmensnetzwerke in wichtigen Tourismusregionen wie Pattaya, Phuket, Koh Samui, Koh Phangan, Krabi, Phang Nga, Hua Hin und Pai gestartet. Hintergrund sind direkte Anweisungen der Regierung zur Verschärfung des Vorgehens gegen illegal kontrollierte ausländische Unternehmen.

Anutin Charnvirakul sowie Innenminister und Premierminister Thailands habe das DBD angewiesen, eine führende Rolle bei der Identifizierung verdächtiger Unternehmensstrukturen einzunehmen und gemeinsam mit anderen Behörden Netzwerke aufzudecken, die thailändische Staatsbürger als Anteilseigner vorschieben.



DBD-Generaldirektor Poonpong Naiyanapakorn erklärte, dass die Behörde bereits 88.236 registrierte Unternehmen in den betroffenen Tourismusgebieten überprüft habe. Dabei seien in 45.356 Firmen ausländische Beteiligungen festgestellt worden.

Die höchste Konzentration wurde im Bezirk Banglamung, zu dem Pattaya gehört, registriert. Dort wiesen 19.910 von insgesamt 33.314 registrierten Unternehmen ausländische Anteilseigner auf. In Phuket wurden 11.626 Firmen mit ausländischer Beteiligung festgestellt, auf Koh Samui 8.213.

Auf Anweisung von Premier- und Innenminister Anutin Charnvirakul wird das Department gemeinsam mit mehreren Behörden der sogenannten „Nominee Busters“ gegen Netzwerke vorgehen, die thailändische Staatsbürger als Strohmänner einsetzen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich laut Behörden insbesondere auf Unternehmen, bei denen thailändische Anteilseigner lediglich als Strohmänner fungieren, während ausländische Staatsbürger die tatsächliche Kontrolle oder Zeichnungsbefugnis besitzen. Zudem werden Fälle untersucht, in denen dieselben thailändischen Personen wiederholt als Anteilseigner oder Direktoren in mehreren Firmen auftreten.

Unternehmen, die gegen das thailändische Foreign Business Act verstoßen, drohen Strafen von bis zu drei Jahren Haft sowie Geldstrafen zwischen 300.000 und 1 Million Baht.


Darüber hinaus plant das DBD eine weitere Verschärfung der Registrierungsregeln. Künftig sollen Registrare die finanziellen Hintergründe und tatsächlichen Investitionsbeiträge thailändischer Anteilseigner in risikoreichen Unternehmen genauer prüfen. Registrierungsanträge könnten sofort abgelehnt werden, wenn keine echten Investitionen nachgewiesen werden.

Behörden erklärten, dass frühere Anti-Nominee-Maßnahmen aus Januar und April 2026 die Zahl risikoreicher Unternehmensregistrierungen bereits um rund 75 Prozent reduziert hätten. Nun wolle die Regierung die verbleibenden Netzwerke vollständig zerschlagen.