
KOH PHANGAN, Thailand – Die thailändische Polizei hat eine groß angelegte zweite Phase ihrer Operation gegen illegale ausländische Nominee-Geschäfte auf Koh Phangan gestartet. Dabei wurden 22 ausländische Staatsangehörige festgenommen und mehr als 40 Rai Land im Wert von über 200 Millionen Baht beschlagnahmt. Die Aktion gilt als eine der größten Razzien auf der Insel in den vergangenen Jahren.
Gegen 6 Uhr morgens am 23. Mai ordnete Polizeigeneral Samran Nuanma, stellvertretender nationaler Polizeichef und Leiter des Zentrums zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität und illegaler Einwanderung, die koordinierte Operation unter dem Namen „Koh Phangan Foreign Nominee Crackdown Phase 2“ an.
Die Razzia wurde von Polizeigeneralleutnant Noppasin Poolsawat geleitet und umfasste mehr als 300 Beamte, die insgesamt 36 gerichtlich genehmigte Durchsuchungsbefehle auf der gesamten Insel vollstreckten.
Die Ermittler verfolgten gleichzeitig 39 Strafverfahren und erließen 45 Haftbefehle gegen ausländische Staatsangehörige, denen vorgeworfen wird, verbotene Geschäfte mithilfe thailändischer Strohmänner betrieben und Land illegal besessen zu haben.
Die Behörden konzentrierten sich auf 32 Unternehmen, die verdächtigt werden, als Nominee-Firmen für ausländische Investoren zu fungieren. Einer der Hauptfälle betrifft nach Angaben der Ermittler einen israelischen Staatsbürger, der als tatsächlicher Eigentümer eines Unternehmens gelten soll, das thailändische Anteilseigner als Tarnung nutzte, während es die Kontrolle über acht Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 7,5 Rai und einem geschätzten Wert von mehr als 60 Millionen Baht ausübte. Zudem soll das Unternehmen illegal ein Hotel ohne gültige Lizenz betrieben haben.
Die Behörden erklärten, dass die zweite Phase der Operation zwei große Gruppen verdächtiger Unternehmen aufgedeckt habe.
Die erste Gruppe umfasst 32 eindeutig identifizierte Nominee-Firmen, die mit 45 Grundstücken von insgesamt mehr als 40 Rai verbunden sind. Dabei wurden 22 ausländische Verdächtige festgenommen, während der geschätzte wirtschaftliche Schaden über 200 Millionen Baht beträgt.
Die zweite Gruppe betrifft weitere 32 Unternehmen, bei denen ausländische Anteilseigner angeblich größere Kontrolle ausübten als die thailändischen Gesellschafter. Diese Firmen kontrollierten zusätzlich 38 Grundstücke, überwiegend unbebautes Land. Die Behörden führten bei 21 dieser Firmen Durchsuchungen durch, um weitere Beweise für juristische Schritte zu sammeln.
Nach Angaben der Polizei folgt die landesweite Kampagne gegen Nominee-Firmen dringenden Regierungsanweisungen zur Zerschlagung illegaler ausländischer Geschäftsstrukturen, die thailändische Strohmänner zur Kontrolle von Vermögenswerten und Grundstücken einsetzen.
Bereits am 13. Mai hatten Ermittler die erste Phase der Operation eingeleitet, bei der Anwaltskanzleien, Buchhaltungsfirmen und Netzwerke von Nominee-Unternehmen durchsucht wurden, die mit mutmaßlich illegalen ausländischen Eigentumsmodellen in Verbindung stehen.
Frühere Ermittlungen ergaben angeblich, dass Firmen unter den Namen einkommensschwacher thailändischer Sozialhilfeempfänger und Angestellter registriert wurden, die als nominelle Anteilseigner dienten, während gleichzeitig mehr als 100 auslandsverbundene Unternehmen unter derselben Adresse gemeldet gewesen sein sollen.
Die thailändische Polizei erklärte, dass sich die weiteren Ermittlungen nun auf Finanzströme, versteckte Eigentümerstrukturen sowie mögliche Beteiligungen von Regierungsbeamten konzentrieren werden.
Die Behörden betonten, dass die Maßnahmen lokale Unternehmen schützen, illegale ausländische Einflussnahme verhindern und die Ordnung auf Koh Phangan als internationales Touristenziel wiederherstellen sollen.













