
PATTAYA, Thailand – Thailand hat die Gesundheitsüberwachung und Kontrollmaßnahmen für Reisende aus von Ebola betroffenen Regionen deutlich verschärft, nachdem die Weltgesundheitsorganisation die Ausbrüche im Kongo und in Uganda zu einem internationalen Gesundheitsnotstand erklärt hat.
Dr. Jurai Wongsawat, leitender medizinischer Experte und Sprecher der thailändischen Gesundheitsbehörde zur Krankheitskontrolle, erklärte, dass das Gesundheitsministerium seine Überwachungsmaßnahmen aufgrund der schnellen Ausbreitung und der hohen Sterblichkeitsrate der Krankheit intensiviert habe.
Thailand stufte sowohl den Kongo als auch Uganda mit Wirkung vom 21. Mai offiziell als gefährliche Zonen für übertragbare Krankheiten ein. Dadurch wurden strengere Kontrollmaßnahmen an Flughäfen und Grenzübergängen im ganzen Land aktiviert.
Die Behörden bestätigten, dass bislang keine Ebola-Fälle in Thailand festgestellt wurden. Krankenhäuser, Labore und schnelle Einsatzteams für Krankheitsuntersuchungen wurden jedoch in erhöhte Bereitschaft versetzt, falls Infektionen entdeckt werden sollten.
Alle Reisenden aus Hochrisikoländern müssen sich nun über das Thailand Digital Arrival Card System registrieren und werden nach ihrer Einreise 21 Tage lang gesundheitlich überwacht. Personen, die während dieses Zeitraums Symptome wie Fieber oder andere mögliche Anzeichen von Ebola entwickeln, werden umgehend in das medizinische Behandlungssystem eingewiesen.
Gesundheitsbehörden erklärten, dass Ebola durch direkten Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten, kontaminierten Gegenständen oder infizierten Tieren wie Flughunden übertragen wird.
Die Symptome können zwischen zwei und 21 Tagen nach einer Ansteckung auftreten und umfassen hohes Fieber, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall sowie ungewöhnliche Blutungen. Die Sterblichkeitsrate der Krankheit liegt Schätzungen zufolge zwischen 40 und 80 Prozent.
Das Gesundheitsministerium riet der Bevölkerung, Reisen in die betroffenen Gebiete nur im unbedingt notwendigen Fall anzutreten. Gleichzeitig wurden Rückkehrer aus den betroffenen Ländern aufgefordert, sofort medizinische Hilfe aufzusuchen, falls innerhalb von 21 Tagen Symptome auftreten sollten.













