In Pattaya gehören die Straßen den Autos und Motorrädern – nicht den Fußgängern

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Fußgänger versuchen, einen Zebrastreifen in Pattaya zu überqueren, während Beschwerden zunehmen, dass Verkehrsregeln und Markierungen häufig missachtet werden und Überquerungen zu einem Risiko für Einwohner und Besucher machen. (Foto: Jetsada Homklin)

PATTAYA, Thailand – Für eine Stadt, die sich als internationales Reiseziel vermarktet, sieht sich Pattaya wachsender Kritik in einer grundlegenden Frage gegenüber: der Sicherheit von Fußgängern. Jüngste Unfälle an Zebrastreifen haben die seit Langem bestehenden Sorgen von Einwohnern und Besuchern erneut verstärkt. Viele berichten, dass das Zufußgehen in der Stadt – sowohl auf der Straße als auch auf Gehwegen – zunehmend unberechenbar und gefährlich geworden ist.


Diskussionen im Internet, insbesondere in lokalen Foren und Plattformen von Ausländern, zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Ein Kommentator erklärte, Pattaya schütze Fußgänger nicht einmal auf Gehwegen, wo bereits durch schlechte Instandhaltung Verletzungsgefahr bestehe.

Andere Beobachter weisen darauf hin, dass Fahrzeuge häufig ohne Rücksicht auf Fußgänger über Zebrastreifen fahren. Die Markierungen würden eher als Möglichkeit zum Überqueren verstanden, nicht als Vorrangregelung.


Gefährliches Überqueren im Alltag
Viele vergleichen das Überqueren der Straßen mit einem riskanten Spiel, bei dem man dem Verkehr ausweichen muss. Markierte Übergänge, oft in auffälligen Farben gestaltet, werden nach Ansicht vieler kaum beachtet. Selbst an Ampeln besteht keine Sicherheit, da Fahrzeuge nicht zuverlässig anhalten.

Gehwege in schlechtem Zustand
Auch die Gehwege stehen in der Kritik. Besonders in Jomtien werden beschädigte Beläge, unebene Flächen und Hindernisse genannt, die das Gehen erschweren. Dies betrifft insbesondere ältere Besucher, die einen bedeutenden Teil der Touristen ausmachen.


Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Behörden betonen regelmäßig die Bedeutung der Fußgängersicherheit. Kritiker bemängeln jedoch eine unzureichende Durchsetzung von Verkehrsregeln und uneinheitliche Verbesserungen der Infrastruktur. Vorschläge reichen von strengeren Kontrollen bis hin zu technischen Lösungen wie akustischen Signalen an Fußgängerüberwegen.

Auswirkungen auf das Stadtbild
Die Problematik betrifft nicht nur den Alltag, sondern auch das internationale Ansehen Pattayas. Für viele Besucher ist die sichere Fortbewegung zu Fuß ein wesentlicher Bestandteil eines angenehmen Aufenthalts. Wenn selbst einfache Straßenüberquerungen zum Risiko werden, stellt dies die Attraktivität der Stadt als Reiseziel infrage.

Solange keine nachhaltigen Verbesserungen umgesetzt werden – sowohl bei der Infrastruktur als auch beim Verhalten der Verkehrsteilnehmer – bleibt die Situation angespannt. Für Fußgänger bedeutet dies weiterhin, sich im Straßenverkehr auf eigene Verantwortung zu bewegen.