
PATTAYA, Thailand – Der thailändische Baht ist auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen gefallen und erreichte im Morgenhandel am 29. April einen Kurs von 32,62 Baht pro US-Dollar. Hintergrund ist eine breite Abschwächung asiatischer Währungen infolge wachsender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten sowie anhaltender Unsicherheit in der Wirtschaftspolitik.
Nach Angaben des Kasikorn Research Center setzte der Baht seine Abwärtsbewegung in Richtung der Marke von 32,60 fort, verglichen mit dem vorherigen Schlusskurs von 32,51. Die Entwicklung entsprach einem schwächeren chinesischen Yuan und den meisten asiatischen Währungen, während der US-Dollar durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen gestützt wurde.
Die Marktstimmung bleibt belastet durch die anhaltende Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten sowie durch fehlende Klarheit über die zweite Runde der Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Anleger verhalten sich vorsichtig, was die Nachfrage nach dem US-Dollar zusätzlich stärkt.
Auch im Inland fehlten unterstützende Faktoren für den Baht, da die Märkte auf das Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank von Thailand warteten. Zudem verwiesen Analysten auf eine erhöhte Nachfrage nach US-Dollar im Zusammenhang mit Dividendenzahlungen, was zusätzlichen Druck auf die Landeswährung ausübte.
Die erwartete Handelsspanne für den Baht liegt im Tagesverlauf zwischen 32,40 und 32,70 je US-Dollar. Wichtige Einflussfaktoren bleiben die Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses, Signale der US-Notenbank, Entwicklungen im Nahen Osten, die Entwicklung der Ölpreise, internationale Kapitalströme sowie anstehende Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten.
Der Stratege Poon Panichpibool von Krungthai GLOBAL MARKETS erklärte, dass der Baht insgesamt nur begrenzte Bewegungen gezeigt habe, während die globalen Märkte weiterhin empfindlich auf Unsicherheiten im Zusammenhang mit Geschäftsaussichten im Bereich der künstlichen Intelligenz reagierten.
Die Goldpreise blieben mit rund 4.600 US-Dollar je Unze relativ stabil, stehen jedoch weiterhin unter dem Einfluss geopolitischer Risiken. Der Fokus richtet sich nun auf die US-Notenbank, von der allgemein erwartet wird, dass sie die Leitzinsen bei 3,50 % bis 3,75 % unverändert lässt, sowie auf den geldpolitischen Ausschuss in Thailand, der seinen Leitzins voraussichtlich ebenfalls bei 1,00 % belassen wird, um die wirtschaftliche Stabilität zu unterstützen.
Analysten warnen, dass die anhaltende Unsicherheit im Nahen Osten zu überdurchschnittlichen Schwankungen an den Devisen- und Finanzmärkten führen könnte. Investoren sollten daher die Entwicklungen genau verfolgen und Risiken durch Szenarioanalysen sowie Absicherungsstrategien steuern. (TNA)













