
PATTAYA, Thailand – Die thailändische Regierung bereitet eine Überarbeitung ihrer visafreien Einreiseregelung vor – ein Schritt, der direkte Auswirkungen auf Tourismuszentren wie Pattaya haben könnte, wo sowohl Langzeitbesucher als auch Kurzzeitreisende eine zentrale Rolle für die lokale Wirtschaft spielen.
Tourismus- und Sportminister Surasak Phancharoenworakul erklärte, dass die Behörden derzeit das bestehende 60-Tage-Visabefreiungsprogramm überprüfen. Dieses erlaubt Reisenden aus 93 Ländern die Einreise nach Thailand zu touristischen oder kurzfristigen geschäftlichen Zwecken ohne vorherige Genehmigung. Zudem besteht die Möglichkeit, den Aufenthalt bei den Einwanderungsbehörden um weitere 30 Tage zu verlängern.
Nach einer Beobachtungsphase äußerten Beamte Bedenken hinsichtlich einer kleinen Anzahl von Besuchern, die sich unangemessen oder störend verhalten haben. Solche Vorfälle seien vereinzelt auch in Pattaya aufgetreten, wo die Behörden in der Vergangenheit verstärkt Maßnahmen ergriffen haben, um Ordnung zu gewährleisten und das Image der Stadt zu schützen.
Anstatt die visafreie Einreise vollständig abzuschaffen, plant die Regierung eine gezieltere Anpassung des Systems. Die bisher pauschale Regelung soll durch differenzierte Einreisebedingungen je nach Herkunftsland ersetzt werden. Ziel sei es, die Balance zwischen Zugänglichkeit und qualitativ hochwertigem Tourismus zu verbessern und sicherzustellen, dass Besucher einen positiven Beitrag zur lokalen Wirtschaft und Gemeinschaft leisten.
Für Städte wie Pattaya gehe es laut Behörden nicht darum, Besucher abzuschrecken, sondern ein Gefühl von Ordnung und „innerer Ruhe“ für Einwohner, Unternehmen und verantwortungsbewusste Reisende zu bewahren.
Der Minister betonte, dass die geplanten Änderungen keine Diskriminierung bestimmter Nationalitäten darstellen sollen, sondern eine Verbesserung von Kontrolle und Aufsicht im Einklang mit sich wandelnden Reisegewohnheiten.
Derzeit sammeln die Behörden Daten und stimmen sich mit verschiedenen Institutionen ab. Ein überarbeiteter Vorschlag soll in naher Zukunft dem Kabinett vorgelegt werden.













